Produktentwicklung - Von der Idee zum chemiebasierten Produkt

 19.07.2017 - 20.07.2017  60486 Frankfurt am Main  DECHEMA-Forschungsinstitut
Nach einem Paradigmenwechsel Ende des letzten Jahrzehnts hat sich die Prozessindustrie Mitteleuropas und Nordamerikas in großen Teilen auf die Entwicklung und Herstellung chemiebasierter Produkte ausgerichtet. Die Herstellung von Massenprodukten in kontinuierlich betriebenen Spezialanlagen verlagert sich in Richtung der Rohstoffquellen.
 
Chemiebasierte Produkte erreichen ihre hohe Wertschöpfung weniger aus einer optimierten Herstellung und der dazu notwendigen prozesstechnischen Spezialanlage. Chemiebasierte Produkte sind dann am Markt erfolgreich, wenn sie aktuelle Kundenbedürfnisse optimal erfüllen. Sie leiten ihre Alleinstellungsmerkmale aus besonderen Funktionen und den Ergebnissen intensiver F&E-Arbeiten ab. Chemiebasierte Produkte werden häufig In absatzweise betriebenen Anlagen hergestellt, die keine jahrzehntelange produktbezogene Prozessoptimierung durchlaufen haben. In der Regel wird dabei der Herstellprozess an die vorhandenen Ausrüstungsgegenstände angepasst.
 
Was eine Vielzahl chemiebasierter Produkte, wie z.B. ein ablösbarer Klebstoff für Etiketten, eine PET-Bierflasche, ein mikrostrukturiertes Pflanzenschutzmittel und ein Spezialshampoo mit Glitzereffekt gemeinsam haben, ist der Weg auf dem diese Produkte entwickelt wurden: Von der Analyse der Kundenbedürfnisse, über die Festlegung einer vorläufigen Produktspezifikation, über die Ideenentwicklung und Auswahl der Produktkonzepte bis hin zur Festlegung der endgüItigen Produktspezifikation und Entwicklung des Herstellprozesses.
 
Im Rahmen des Seminars gehen die Seminarteilnehmer anhand einer Projektidee im Zeitraffer gemeinsam diesen Weg. Nach dem Seminar können die Seminarteilnehmer Methoden zur Entwicklung verfahrenstechnischer Produkte beschreiben, die einschlägigen Methoden und Werkzeuge anwenden und die Stärken und Begrenzungen der Methoden und Werkzeuge beschreiben und beurteilen. Das Gesamtziel des Seminars ist die Vermittlung der Methodenkompetenz „Entwicklung chemiebasierter Produkte".
 
Bitte beziehen Sie sich bei Ihrer Anmeldung auf jobvector!

Details der Fortbildung


Zielgruppe:
Chemieingenieure, Prozesstechniker, Verfahrenstechniker und Chemiker aus allen Bereichen der stoffwandelnden Industrie
Bereich:
Methoden, Sonstiges
Maximale Teilnehmerzahl:
max. 12
Kosten:
695 € / 680 € (persönliche DECHEMA-Mitglieder)
Termin:
19.07.2017 - 20.07.2017
Anmeldeschluss:
13.07.2017
Dauer:
2 Tage
Dozent/Kursleitung:
Prof. Dr. -Ing. Thomas Rieckmann, Technische Hochschule Köln
Veranstaltungsort:
Theodor-Heuss-Allee 25
60486
Frankfurt am Main

DECHEMA-Forschungsinstitut



Das DECHEMA-Forschungsinstitut ist eine gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main. Es widmet sich der Forschung für nachhaltige Technologien für die Industriegesellschaft der Zukunft. Dabei nutzt das Institut Kernkompetenzen auf den Gebieten Werkstoffe, Chemische Technik und Biotechnologie, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachdisziplinen werden innovative Lösungskonzepte für praxisorientierte Fragestellungen erarbeitet. Das Institut betreibt mit seinen ca. 80 Mitarbeitern vornehmlich grundlagenorientierte und vorwettbewerbliche Forschung. Diese öffentlich geförderten Vorhaben werden durch Projekte der industriellen Auftragsforschung ergänzt.

Die Biotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie der Zukunft. Deshalb werden am Institut zahlreiche Forschungsansätze verfolgt, die das Potenzial der industriellen Biotechnologie für die Entwicklung neuer, umweltschonender Verfahren und Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe aufzeigen. In verschiedenen Forschungsvorhaben werden unter anderem biotechnologische Produktionssysteme für die Gewinnung technischer Enzyme und die Synthese industriell begehrter Feinchemikalien wie Aroma- und Riechstoffe sowie kosmetische und pharmazeutische Wirkstoffe entwickelt.