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Pulvermetallurgie

Anbieter: DGM - Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
Vom 08.05.2017 bis 10.05.2017
Pulvermetallurgisch hergestellte Werkstoffe erschließen zunehmend neue Anwendungsgebiete in vielen Bereichen der Technik. Die vielfältigen Formgebungsmöglichkeiten sowie einzigartige legierungstechnische Maßnahmen gestatten es, steigende Anforderungen bzw. neue Anforderungsprofile in der Anwendung zu realisieren. Mit der Erweiterung der Einsatzbereiche von Sinterteilen ergeben sich ständig neue Herausforderungen an die pulvermetallurgischen Herstellungsschritte. Neben der Weiterentwicklung der Pulver spielt Innovation bei den Formgebungsund Sinterverfahren eine besondere Rolle, nicht nur damit Sinterteile ökonomischer und qualitativ hochwertiger hergestellt werden können, sondern auch für die Umsetzung innovativer Werkstoffkonzepte in die Praxis.

Die Beiträge geben den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über innovative pulvermetallurgische Verfahren der Formgebung und des Sinterns sowie schwerpunktmä- ßig über aktuelle Werkstoffentwicklungen in Forschung und Anwendung zu informieren.

Damit wendet sich das Seminar besonders an industrielle Anwender und Berufsanfänger in der pulvermetallurgischen Fertigungstechnik, die bisher wenig Berührung mit pulvermetallurgischen Themenstellungen hatten oder nur auf Spezialgebieten gearbeitet haben, sowie Angehörige von Hochschulen und Forschungsinstituten, die sich einen schnellen Überblick über Verfahren, Werkstoffe und Anwendungen verschaffen wollen.

Das Fortbildungsseminar steht unter der fachlichen Leitung von: Dr.-Ing. Thomas Weißgärber, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Institusteil Dresden.

Kontaktdaten


Ansprechpartner:
Julia Graben & Isabella Rütt
Telefon:
+49-(0)69-75306 757

Details der Fortbildung


Bereich:
Sonstiges
Maximale Teilnehmerzahl:
24
Kosten:
1.350,- EURO inkl. MwSt. / DGM-Mitglieder 1.250,- EURO inkl. MwSt. / DGM-Nachwuchsmitglieder <30 625,- EURO inkl. MwSt.
Termin:
08.05.2017 - 10.05.2017
Anmeldeschluss:
08.05.2017
Veranstaltungsort:
01277
Dresden

DGM - Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.



DGM – kompetenter und einflussreicher Partner der Werkstoff orientierten Fachwelt

"Die technisch-wissenschaftlichen Vereine sind die Garanten der fachlichen Kommunikation in einem zunehmend pluralistischen Umfeld".
Können wir diese Behauptung wagen angesichts der umfassenden personellen und materiellen Ausstattung der staatlichen Institutionen und privatwirtschaftlichen Dienstleistungsbetriebe in Forschung und Lehre? Können wir erwarten, dass die Vereine vor dem Hintergrund einer durchorganisierten Wissenschaftswelt als ernst zunehmende Plattform für die fachliche Kommunikation überhaupt noch eine Chance haben?

Die technisch-wissenschaftlichen Vereine verkörpern heute angesichts der zunehmenden Komplexität und Interdisziplinarität in den meisten Fachgebieten Kompetenz und Überschaubarkeit zugleich. Wie könnte es anders sein, dass sich namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie für die Mitarbeit in den Vereinen zur Verfügung stellen? Die Vereine bieten das Forum, auf dem sich die unterschiedlichsten Interessengruppen zwischen Staat und Privatwirtschaft begegnen und miteinander, sei es informell, sei es öffentlich kommunizieren. Sie schaffen damit die Voraussetzung für die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, ohne die Wissenstransfer schwerlich gelingt. Ihre Fachgremien bilden den vorwettbewerblichen Rahmen für die erfolgreiche Umsetzung der gemeinschaftlich erarbeiteten Forschungsergebnisse. In der öffentlichen und privaten Forschungsförderung wird die Empfehlung der Vereinsrepräsentanten vertrauensvoll gewürdigt. Wo könnten in diesen Zeiten des Umbruchs gerade auch Fragen der Ausbildung im institutionellen Vorfeld besser abgestimmt werden als auf der Ebene der Vereine?

Die Vereine tragen entscheidend dazu bei, die Identität der Fachgebiete immer wieder neu zu definieren. Materialwissenschaft und Werkstofftechnik haben ihre Identität in den letzten Jahren erst entwickeln müssen. Auch in der weiterverarbeitenden Industrie sind sie heute aus der rein analysierenden oder beratenden Rolle herausgetreten, um eine aktivere Rolle im Rahmen der Produktgestaltung zu übernehmen. In den Industrien der Primärerzeugung und Halbzeugfertigung haben die Metallurgie und Metallkunde diese eigenständige Rolle schon seit jeher. Aber mit zunehmender Fähigkeit, maßgeschneiderte Produktlösungen anzubieten oder sogar neue Funktionen im Werkstoff, eben funktionelle Werkstoffe, hervorzubringen, bekommt die Werkstofftechnik auch allgemein strategische Bedeutung. Mit "Neuen Werkstoffen" und unkonventionellen Herstellverfahren, aber auch mit nie da gewesenen Prüf- und Beobachtungsmöglichkeiten gehört sie heute weltweit zu den potentesten Innovationsfeldern. Mit dieser Perspektive kann Werkstofftechnik von den eingeführten Ingenieurfächern, namentlich Maschinenbau und Elektrotechnik, immer weniger "mit erledigt" werden.

Der Prozess der gesellschaftlichen Anerkennung des "Werkstofffaches" ist also in vollem Gange. Ich bin davon überzeugt, dass die DGM für die Identitätsdiskussion ein hervorragendes Forum darstellt. Die deutsche Gesellschaft für Materialkunde bietet dafür allen Werkstoff orientierten Fachleuten, und zwar Wissenschaftlern wie Praktikern gleichermaßen, ein kompetentes Forum. Durch die Vielgestaltigkeit ihres Mitgliederpotentials, durch die lebendige Arbeit in den zahlreichen Fachausschüssen und eine gut eingespielte Infrastruktur hat sie gezeigt, dass sie beste Voraussetzungen mitbringt, zwischen den verschiedenen Lagern in Wissenschaft und Praxis zu vermitteln.