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Fachhochschule Frankfurt am Main

Geschäftsstelle LOEWE-Schwerpunkt Präventive Biomechanik - PräBionik

LOEWE-Schwerpunkt Präventive Biomechanik - PräBionik

Der gemeinsame Forschungsverbund der Fachhochschule Frankfurt am Main (Koordi­nation), der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Philipps-Universität Marburg wird im Rahmen des hessischen Forschungsförderprogramms LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz für die Dauer von drei Jahren (1/2010 bis 12/2012) gefördert und soll damit zu einem Forschungsschwerpunkt ausgebaut werden.

Der Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus den Fachbereichen Medizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Philipps-Universität Marburg, dem Institut für Material­wissenschaften der Fachhochschule Frankfurt am Main und Zellbiologen der Goethe-Univer­sität Frankfurt am Main im Center of Biomedical Engineering (CBME) stellt einen Kompe­tenz-Cluster in Hessen zur Erforschung biomechanischer Eigenschaften humaner Weichge­webe und deren pathologischer Veränderungen dar. Er bildet den Kern eines stark anwen­dungsbezogenen Ansatzes, der zu einem Schwerpunkt mit überregionaler Wirkung ausge­baut wird. In den Teilprojekten werden Fragestellungen zu gesundheitsgefährdenden Inter­aktionen zwischen humanen Weichgeweberegionen und Stütz-Konstruktionen (Hilfsmittel) sowie Implantaten in Knochen und Knorpel aus dem klinischen Alltag in interdisziplinären Ansätzen aus Ingenieurwissenschaften, Biologie und Medizin bearbeitet.

Gesundheitsschädliche Lebensweise und demografischer Wandel bedingen eine drastische Zunahme an Zivilisationskrankheiten sowie eine steigende Zahl pflegebedürftiger Patienten. Hilfsmittel (Anti-Dekubitus-Systeme, Prothesen, Orthesen, Stents, Implantate etc.) sind infolge kritischer Spannungen/Verformungen in den Weichgeweben häufig nicht nur nicht hilfreich, sondern können den gesundheitlichen Zustand verschlimmern und schwerwie­gende Sekundärerkrankungen mit volkswirtschaftlichem Schaden in Milliardenhöhe auslö­sen.

Mit den in den drei Hochschulen vorhandenen Kompetenzen sollen Verfahren bzw. Produkte entwickelt werden, die diesen Schaden drastisch reduzieren. Hier ist es gelungen, mecha­nische Interaktionen zwischen Weichgeweberegionen des menschlichen Körpers und Hilfs­mitteln realitätsnah in dreidimensionalen Simulationen darzustellen. Dabei wurden reale anatomische Datensätze erzeugt sowie das experimentell ermittelte mechanische in vivo-Verhalten menschlicher Weichgewebe bis in tiefere Gewebeschichten dargestellt und ein veri­fiziertes mathematisch-mechanisches Modell entwickelt. Dies erlaubt die Vorhersage mechanischer Gefährdungen auf Modellebene, die dadurch eingedämmt oder sogar vermie­den werden können.

Für die beteiligten Hochschulen eröffnet dieser Forschungsverbund somit Möglichkeiten zur strukturellen Fortentwicklung. Die Verbindung universitärer Grundlagenforschung mit der im Kontext einer Fachhochschule ideal zu realisierenden Konfrontation mit dem Anwendungs­bezug bahnt somit den Weg vom Labor zum Anwender. In das Projekt sind daher auch eine Reihe industrieller Partner eingebunden.

Details


Adresse:
Fachhochschule Frankfurt am Main
Geschäftsstelle LOEWE-Schwerpunkt Präventive Biomechanik - PräBionik
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Entwicklung
Forschung & Lehre
Expansion:
international
Mitarbeiteranzahl:
51-500
Gründungsjahr:
1971