Verflixt! Es sieht so aus, als wenn Sie einen veralteten Browser benutzen. Wir empfehlen Ihnen dringend Ihren Browser zu aktualisieren.
Weitere Informationen über Browser und Updates finden Sie hier

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Physikalische Biochemie

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut) ist ein multidisziplinäres Institut, dessen wissenschaftliche Abteilungen hinsichtlich ihrer Methodik verschiedenartig ausgerichtet sind und sich wechselseitig im Hinblick auf biologische Fragestellungen ergänzen. Das gesamte Arbeitsgebiet geht weit über das einer traditionellen Disziplin hinaus.



Das Institut verdeutlicht damit auf einzigartige Weise das Potenzial der Forschung, das sich durch Arbeitsspektren an den Grenzflächen klassischer Disziplinen - Physik, Chemie und Biologie - ergibt, und zeigt durch seine Entwicklung die enorme Wandlungsfähigkeit, die durch die inhärenten Strukturen der MPG möglich sind. Während einige der 1971 angesiedelten Abteilungen noch traditionell auf Reaktionsmechanismen und Reaktionsdynamik ausgerichtet waren, wurden die neurobiologisch, biochemisch und molekularbiologisch orientierten Forschungsgebiete im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgebaut. Unter Beibehaltung eines Schwerpunktes in der Physikochemie elementarer Reaktionen wurden Probleme der makromolekularen Organisation und Dynamik aufgegriffen, die sich für die Funktion lebender Organismen als wichtig erwiesen haben.



Die Abteilungen und Forschungsgruppen befassen sich mit der Spektroskopie und Dynamik chemischer Reaktionen, dem Studium lebender Zellen in drei Dimensionen mit Nanometer-Auflösung und auf Einzelmolekülniveau, der molekularen und elektrophysiologischen Untersuchung der Neurotransmitterfreisetzung, einer großen Variation genetischer, zellbiologischer und biochemischer Studien zur Klärung der Identität und Funktion von Komponenten der Signaltransduktionswege, des intrazellulären Transports von Makromolekülen, der Translation und Transkription, dem zirkadianen Rhythmus von Vertebraten, sowie der Differenzierung und Entwicklung von Organismen.



Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf Arbeiten zur Klärung der Zusammensetzung, Struktur und Funktion makromolekularer Komplexe (molekularer Maschinen), die an Membranfusion, Zellteilung, Remodellierung der Chromatinstruktur, Kerntransport, RNA-Prozessierung, Proteinsynthese und Lipidmetabolismus beteiligt sind. Dazu müssen strukturbiologische ebenso wie mikroskopische Techniken fortwährend weiterentwickelt werden, um die erreichbare räumliche und zeitliche Auflösung in atomare bzw. Mikrosekundenbereiche voranzutreiben.



Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie bietet deshalb eine einzigartige Kombination von Biochemie, Zellbiologie und Genetik, im Wechselspiel mit Biophysik, Spektroskopie und Imaging-Technologien, die es ermöglicht, biologische Probleme effektiv zu untersuchen und neue Technologien unmittelbar für biologische Anwendungen nutzbar zu


machen.



Durch diese Kombination ergibt sich eine vielfältige Interdisziplinarität, die wissenschaftlich erfolgreich ist, wie durch die Vielzahl von Anerkennungen und Preisen dokumentiert wird. Diese interdisziplinäre Zielrichtung des Instituts, durch die Gründerväter vorgegeben, soll auch in Zukunft weiter verfolgt werden.



Ein besonderes Anliegen des Instituts ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, was sich auch in der großen Zahl von unabhängigen Forschungsgruppen zeigt. Nicht zuletzt ist dem Institut die unabhängige Forschungsstelle Biomedizinische NMR Forschungs-GmbH (Leiter Prof. Jens Frahm) angegliedert.

Details


Adresse:
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Physikalische Biochemie
Am Fassberg 11
37077 Göttingen
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Entwicklung
Forschung & Lehre
Expansion:
national
Mitarbeiteranzahl:
mehr als 500
Gründungsjahr:
1971