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Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Instituts-Management

Das Institut wurde in 1924 unter Leitung von Ludwig Prandtl gegründet, in 1969 erweitert und umstrukturiert durch Hinzunahme von drei molekularphysikalisch orientierten Abteilungen. 1993 Schließung der strömungsphysikalisch orientierten Abteilung. 1996 Berufung von Theo Geisel und Eröffnung der Abteilung Nichtlineare Dynamik. 1996 Schließung der Abteilung Reaktionskinetik. 2001 Schließung der Abteilungen Atom- und Molekülphysik sowie Molekulare Wechselwirkungen. 2003 Berufung von Stephan Herminghaus und Eberhard Bodenschatz. Die Untersuchung hoch komplexer Systeme wird in der Physik in letzter Zeit verstärkt durchgeführt. Hierzu gehören die offenen Systeme, die durch Energiedurchsatz und Entropieproduktion gekennzeichnet sind. Besonders faszinierend sind dabei die strukturbildenden Systeme, nach deren allgemeinen Prinzipien noch immer gesucht wird. Ein anderes Beispiel ist die hydrodynamische Turbulenz, die schon länger im Mittelpunkt der Forschung steht. Meist sind diese Systeme deterministisch und der Einfluss von thermischen Fluktuationen kann vernachlässigt werden. Dies trifft jedoch nicht für die belebte Natur zu. Biologische Systeme haben aktive Komponenten (genetische Netzwerke, Protein-Netzwerke, molekulare Motoren, Neurone), bestehen aus diskreten Einheiten (d.h. Zellen) und verlangen die Berücksichtigung stochastischer Prozesse (thermisches Rauschen). Zudem laufen in den Zellen der molekulare Transport und die Fluiddynamik auf Längenskalen unterhalb eines Mikrometers ab, wo die molekulare Struktur der fließenden Substanz sich bemerkbar macht. Dies ist umso wichtiger, als es sich bei diesen Stoffen fast durchweg um komplexe Fluide handelt, deren Eigenschaften von mesoskaligen Coulombwechsel-wirkungen und der Gegenwart großer Moleküle bestimmt werden. In dem für die Grundlagenforschung in der Strömungsforschung gegründeten Institut für Strömungsforschung wurde in den letzten Jahren eine wissenschaftliche Neuorientierung eingeleitet, deren Ziel die Bearbeitung von Fragestellungen der komplexen Systeme ist. Mit der Berufung zweier Direktoren wurde diese Phase im Sommer 2003 abgeschlossen. Zusammen mit der schon zuvor gegründeten Abteilung Nichtlineare Dynamik widmen sie sich den Gebieten: • Hydrodynamik, Nanobiotechnologie, Strukturbildung physikalischer und biologischer Systeme (Eberhard Bodenschatz), • Nichtlineare Dynamik, Computational Neuroscience, Nanostrukturen (Theo Geisel), • Dynamik komplexer Fluide und Mikrofluidik (Stephan Herminghaus). Neben der Einbettung des Instituts in die internationale wissenschaftliche Welt hat die traditionelle Anbindung an die Fakultät für Physik der Universität Göttingen weiterhin Bestand. Sie wurde durch die Berufung von T. Geisel zum C4-Professor für Theoretische Physik an der Universität erneuert. Eine Besonderheit liegt in der Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, die interdisziplinäre Arbeiten im Grenzbereich Physik, Biologie und Medizin ermöglicht.

Details


Adresse:
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
Instituts-Management
Bunsenstraße 10
37073 Göttingen
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Lehre
Expansion:
national
Webseite:
Mitarbeiteranzahl:
51-500
Gründungsjahr:
1924