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Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Physiologische Chemie

Allgemeines

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wurde 1778 als Roßarzney-Schule durch Georg III., gegründet und ist damit eine der ältesten tierärztlichen Bildungsstätten in Europa und die älteste noch bestehende eigenständige in Deutschland. Ein gleichsam historischer wie innovativer Schritt war für die Tierärztliche Hochschule die zum 1. Januar 2003 wirksame Umwandlung in eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Damit ist nicht mehr das Land Niedersachsen, sondern eine Stiftung Träger der Hochschule. Das Modell Stiftungshochschule bietet der TiHo neue Gestaltungsspielräume und die Möglichkeit, ein Stiftungsvermögen aufzubauen. Die Hochschule wird diese Chance nutzen, um noch besser die ihr übertragenen Aufgaben in Forschung, Lehre und Dienstleistung zu erfüllen und die Fragestellungen der Gesellschaft aus den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Verbraucherschutz, Lebensmittelwissenschaften und biomedizinische Wissenschaften zu beantworten.

Im Laufe ihres über 225-jährigen Bestehens hat die TiHo sich zu einer bedeutenden wissenschaftlichen Institution entwickelt, deren fünf Kliniken, 13 Institute, zwei Zentren, zwei Fachgebiete und zwei An-Institute an zwei Standorten in Hannover untergebracht sind.
In Ruthe, im Süden Hannovers, und in Bakum bei Vechta betreibt die TiHo zudem zwei Außenstellen, deren Aufgabe neben der Durchführung von Forschungsprojekten in der Ausbildung der Studierenden liegt. Auf dem Lehr- und Forschungsgut in Ruthe lernen Studierende das Sachgebiet moderner Tierproduktion praxisnah kennen. In der Außenstelle für Epidemiologie in Bakum sind die Aktivitäten in Forschung und Lehre darauf gerichtet, tierärztliche Absolventen auf die Bestandsdiagnostik und -medizin sowie die Einbindung in die Lebensmittelkette vorzubereiten.
 

Lehre und Ausbildung

Im Sommerstudienhalbjahr 2008 waren einschließlich der Doktoranden und PhD-Studierenden an der TiHo rund 2.000 Studierende der Tiermedizin immatrikuliert. Dazu kommen die Studierenden der Biologie, die im Verbund mit der Universität Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover ausgebildet werden.

Für die wissenschaftliche Weiterqualifizierung graduierter Tiermediziner und Naturwissenschaftler wurde im April 2003 die „Graduate School for Biomedical Science Hannover“ ins Leben gerufen. Unter ihrem Dach befinden sich das PhD-Programm „Veterinary Research und Life Science“, das Graduiertenkolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): „Mukosale Erreger-Wirt-Interaktion“ sowie der internationale Promotionsstudiengang des Zentrums für systemische Neurowissenschaften (ZSN).

Außerdem bietet die TiHo 58 Auszubildenden eine Lehrstelle. Dazu gehören Biologielaboranten/innen, Tierpfleger/innen, Tierarzthelfer/innen und Feinmechaniker/innen.


Forschung

Forschung an der TiHo steht immer im Dienste von Mensch und Tier. Die Forschungsschwerpunkte der Hochschule liegen in den Bereichen Gastroenterologie, Infektionsmedizin, Neurowissenschaften, Lebensmittelwissenschaften und klinischer Forschung am Individualtier. Besonders hervorzuheben sind drei von der DFG geförderte Sonderforschungsbereiche (SFB): SFB 621 „Pathobiologie der intestinalen Mukosa“, SFB 587 „Immunreaktionen der Lunge bei Infektion und Allergie“ und SFB 599 „Zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen“.

Für die Bereiche Tiergesundheit und Lebensmittelqualität sowie Reproduktionsmedizin wurden zwei virtuelle Zentren ins Leben gerufen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TiHo eng mit externen Einrichtungen zusammenarbeiten.

In der biomedizinische Forschung wurde mit der Einrichtung von zwei Zentren die Schwerpunktbildung zugunsten der Bereiche Neurowissenschaften und Infektionsbiologie vorangetrieben: Im September 2003 erfolgte die Gründung des Zentrums für systemische Neurowissenschaften (ZSN) und des Zentrums für Infektionsbiologie (ZIB). Ihnen sind internationale Promotionsstudiengänge angegliedert, die mit dem PhD abschließen.


Dienstleistungen

Das Dienstleistungsangebot an der TiHo ist breit gefächert: Patientenversorgung in den Kliniken, pathologische und diagnostische Untersuchungen eingesandter Proben, die Betreuung von Nutztierbeständen und Beratungen in allen Fragen der Tierhaltung, insbesondere der Infektionsdiagnostik, sowie chemische, biochemische oder toxikologische Analysen.

Besonderen Service bieten zudem das von der Weltgesundheitsorganisation an der TiHo etablierte WHO Collaborating Centre Veterinary Public Health (WHO-Centre), das EU-Referenzzentrum für Klassische Schweinepest und das Tierschutzzentrum der TiHo an.

Zahlreiche Forschergruppen der TiHo stehen in Kooperation mit Partnern aus der Industrie für einen Innovationstransfer.


Institut für Physiologische Chemie

Das Forschungsgebiet der Arbeitsgruppe Naim verknüpft die Pathophysiologie der Darmmukosa mit der Zellbiologie der Membranen und des Proteintransportes. Ausgangspunkt hierfür waren die molekularen Grundlagen intestinaler Malabsorptionserkrankungen bei genetisch bedingten Disaccharidase-Defizienzen und die Aufklärung strukturell-funktionaler, biosynthetischer und transportbezogener Eigenschaften der damit verbundenen Glykoproteine des Bürstensaums. Als Ergebnis der dabei entdeckten allgemeingültigen Mechanismen der intrazellulären polaren Sortierung liegen die aktuellen Schwerpunkte des Institutes unter anderem auf der Bedeutung von Membranmikrodomänen sowie den Wechselwirkungen zwischen Proteinen und Lipiden.

An der Lehre ist die Einrichtung mit Vorlesungen, Praktika und Prüfungen sowie Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten für Studenten der Biologie, Biochemie und Tiermedizin ebenso beteiligt wie an der Ausbildung von Veterinärmedizinisch-Technischen Assistenten.

Details


Adresse:
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Physiologische Chemie
Bünteweg 17
30559 Hannover
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Entwicklung
Forschung & Lehre
Expansion:
national
Mitarbeiteranzahl:
11-50
Gründungsjahr:
1965