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Universität Duesseldorf

Hämatologie, Onkologie und klin. Immunologie

In der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie dreht sich alles um Krebserkrankungen. Schwerpunkt der Behandlung sind bösartige Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarks und der Lymphknoten. Dazu gehören zum Beispiel Leukämien, also Erkrankungen der blutbildenden Zellen im Knochenmark. Systemische Krebserkrankungen sind oft schwierig zu diagnostizieren. Die Klinik unterhält daher Speziallabore zur Basisdiagnostik hämatologischer Erkrankungen, in die auch andere Krankenhäuser und Arztpraxen der Region ihr Untersuchungsmaterial senden. Ein besonderer Schwerpunkt der Labore ist die Diagnostik von akuten Leukämien, Präleukämien und bösartigen Lymphknotentumoren. Neben der traditionellen mikroskopischen Beurteilung von Blut- und Knochenmarkpräparaten kommen dabei auch moderne immunzytologische und molekularbiologische Untersuchungen zum Einsatz. Besonders die molekularbiologische Diagnostik ermöglicht es, für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan aufzustellen und den Verlauf der Krebserkrankung genau zu kontrollieren. Schlägt eine konventionelle Chemotherapie nicht an, stehen auch alle Formen der Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation zur Verfügung. Dabei unterscheidet man die autologe Stammzelltransplantation, bei der dem Patienten eigene Stammzellen übertragen werden, von der allogenen, bei der die Zellen von einem geeigneten Familien- oder Fremdspender stammen. Die allogene Übertragung ist grundsätzlich risikoreicher, aber oft die einzige Chance, eine Heilung zu erreichen. Die Blutstammzelltransplantation ist schwierig und oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Bei diesem risikoreichen Eingriff verfügt die Klinik über besondere Erfahrung: In Nordrhein-Westfalen war sie die zweite Klinik, die diese Therapie anbieten konnte. Seit 1989 wurden hier bereits rund 500 Patienten eigene oder fremde Blutstammzellen übertragen. Versorgung der Patienten Patienten mit einer akuten Leukämie kommen nicht nur aus dem Düsseldorfer Raum, sondern auch aus großer Entfernung in das Düsseldorfer Universitätsklinikum, da hier das nötige Fachwissen und die technische Ausstattung für eine wirkungsvolle Behandlung vorhanden sind. Die Behandlungsmethoden sind je nach Art der Erkrankung unterschiedlich. Leukämien zum Beispiel sind von vornherein nicht auf ein einzelnes Organ begrenzt. Deshalb kommt nur eine Behandlung in Frage, die den gesamten Organismus erfasst. Dazu eignen sich Medikamente, die das Zellwachstum hemmen. Bildet sich die Krankheit dadurch nicht zurück, wird eine Hochdosis-Chemotherapie eingesetzt. Diese Therapie zerstört das Knochenmark und damit den Herd der krankhaften Zellen. Damit der Patient danach wieder eigene lebenswichtige Blutzellen bilden kann, werden ihm anschließend Blutstammzellen übertragen. Diese Behandlung ist oft die einzige Möglichkeit, bösartige Erkrankungen dauerhaft zu heilen. Neue Therapieverfahren verfolgen immunologische Ansätze. So werden körpereigene Zellen des Immunsystems eingesetzt, die spezifisch gegen Leukämie- oder Lymphomzellen gerichtet sind. Bei einigen Erkrankungen, die auf Veränderungen des Erbguts zurückgehen, versprechen auch gentherapeutische Behandlungsansätze Erfolg. Forschung und Lehre Die Forschungsinhalte der Klinik sind eng mit der Patientenversorgung verbunden. Ziel ist die schnelle Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in der klinischen Anwendung. Durch die Forschungsprojekte haben viele Patienten die Möglichkeit, frühzeitig an innovativen Therapien teilzuhaben und dabei z.B. noch nicht zugelassene Medikamente zu erhalten. Aktuell werden sechs wissenschaftliche Projekte durchgeführt, darunter zwei nationale Multicenterstudien. Eine davon beschäftigt sich mit molekularbiologischem Monitoring bei Lymphdrüsenkrebs, die andere erforscht den Stellenwert verschiedener Transplantationsverfahren bei hämatologischen Malignomen. Bei der Stammzellforschung beschreitet eine Arbeitsgruppe neue Wege, indem sie mit Hilfe so genannter „Mikroarrays“ das Genexpressionsprofil von blutbildenden Stammzellen untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die international beachtete molekularbiologische Forschung bei Präleukämie beziehungsweise den myelodysplastischen Syndromen (MDS). In Düsseldorf wird das weltweit größte Register mit MDS-Patienten geführt. Auf dieser Grundlage überprüft die Klinik in breit angelegten Studien den Erfolg verschiedener Therapien für die einzelnen Krankheitsstadien. Die großen Erfolge auf diesem Gebiet haben dazu geführt, dass der Klinik durch die MDS-Foundation der Titel „MDS-Center of Excellence“ verliehen wurde.

Details


Adresse:
Universität Duesseldorf
Hämatologie, Onkologie und klin. Immunologie
Moorenstraße 5
40252 Düsseldorf
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Entwicklung
Forschung & Lehre
Expansion:
national
Mitarbeiteranzahl:
11-50