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Universität Leipzig

RBI f. Pharmakologie und Toxikologie

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit des Instituts stehen Fragestellungen, die molekulare Aspekte zellulärer Kommunikation durch Ionenkanäle, Rezeptoren und deren Effektormoleküle behandeln.

Die Ionenkanäle der "transient receptor potential" (TRP)-Familie bilden mit 28 Genen in 5 Subfamilien nicht nur eine der jüngsten, sondern auch die zweitgrößte und vielleicht vielseitigste Gruppe der Kationenkanäle. Die Rolle ionotroper P2X-Rezeptoren und metabotroper P2Y-Rezeptoren in der purinergen Signalübertragung wird mit vorwiegend neurowissenschaftlichem Hintergrund bearbeitet. Schnittstellen zwischen TRP-Kanälen und P2X/P2Y-Rezeptoren ergeben sich bei der Erkennung und pharmakologischen Beeinflussung von Mechanismen der Schmerzentstehung und Schmerzleitung, aber auch in der Perzeption und zentralen Verarbeitung anderer sensorischer Qualitäten und der Neurodegeneration bzw. Neuroprotektion.
Signale, die an der Zelloberfläche erkannt werden, müssen durch zeitlich und räumlich koordinierte intrazelluläre Signaldekodierung, -integration und -weiterleitung in zell- und organbiologisch relevante Antworten umgesetzt werden. Durch moderne Imaging-Verfahren, biophysikalische Analysen und die Konstruktion und Anwendung genetisch kodierter Biosensor-Proteine werden Signalvorgänge in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung in lebenden Zellen sichtbar gemacht und ihre Bedeutung für die Ausbildung korrekter zellulärer Signalantworten charakterisiert.
In der Verhaltenspharmakologie werden das Belohnungssystem des Gehirns und die Beteiligung spezifischer Neurotransmittersysteme untersucht. Besondere Relevanz gewinnt dieses Arbeitsfeld durch die Möglichkeit, Mechanismen der Suchtentstehung zu erkennen und pharmakotherapeutisch zu modulieren.
In der Pharmakochemie werden dreidimensionale Modelle von Peptiden entwickelt, Bindungstaschen für niedermolekulare Liganden charakterisiert und Struktur-Aktivitätsbeziehungen bei der Interaktion biologisch aktiver Substanzen an ihren Rezeptoren in multivariater Analyse entwickelt. Ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen, aber auch Hilfestellung beim maßgeschneiderten Entwickeln neuer Wirkstoffe im Vorfeld der Arzneimittelentwicklung ist Ziel dieses Ansatzes.
Eine breite Palette moderner in vivo (Verhaltensanalyse, quantitative Elektroenzephalographie, Mikrodialyse) und ex vivo Techniken (Elektrophysiologie, Einzellzell-Fluoreszenzimaging, Histochemie, Molekularbiologie) sind im Institut etabliert.
Internationale Kooperationen bestehen mit T.K. Harden (Dept. of Pharmacol., University of North Carolina, Chapel Hill, U.S.A.), M.P. Abbracchio (Dept. Pharmacy Sci., University of Milan, Milan, Italy), G. Burnstock (Autonomic Neuroscience Institute, Royal Free and University College Medical School, London, UK).

Details


Adresse:
Universität Leipzig
RBI f. Pharmakologie und Toxikologie
Härtelstraße 16-18
04107 Leipzig
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Klinische Forschung
Forschung & Lehre
Klinik & Praxis
Expansion:
national
Mitarbeiteranzahl:
11-50