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Universtität Leipzig; Medizinische Fakultät

Rudolf-Boehm-Institut für Pharmakologie und Toxikologie

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit des Instituts stehen Fragestellungen, die molekulare Aspekte zellulärer Kommunikation durch Ionenkanäle, Rezeptoren und deren Effektormoleküle behandeln.

Die Ionenkanäle der "transient receptor potential" (TRP)-Familie bilden mit 28 Genen in 5 Subfamilien nicht nur eine der jüngsten, sondern auch die zweitgrößte und vielleicht vielseitigste Gruppe der Kationenkanäle. Die Rolle ionotroper P2X-Rezeptoren und metabotroper P2Y-Rezeptoren in der purinergen Signalübertragung wird mit vorwiegend neurowissenschaftlichem Hintergrund bearbeitet. Schnittstellen zwischen TRP-Kanälen und P2X/P2Y-Rezeptoren ergeben sich bei der Erkennung und pharmakologischen Beeinflussung von Mechanismen der Schmerzentstehung und Schmerzleitung, aber auch in der Perzeption und zentralen Verarbeitung anderer sensorischer Qualitäten und der Neurodegeneration bzw. Neuroprotektion.
Signale, die an der Zelloberfläche erkannt werden, müssen durch zeitlich und räumlich koordinierte intrazelluläre Signaldekodierung, -integration und -weiterleitung in zell- und organbiologisch relevante Antworten umgesetzt werden. Durch moderne Imaging-Verfahren, biophysikalische Analysen und die Konstruktion und Anwendung genetisch kodierter Biosensor-Proteine werden Signalvorgänge in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung in lebenden Zellen sichtbar gemacht und ihre Bedeutung für die Ausbildung korrekter zellulärer Signalantworten charakterisiert.

Details


Adresse:
Universtität Leipzig; Medizinische Fakultät
Rudolf-Boehm-Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig
Deutschland
Arbeitsgebiet:
Forschung & Lehre
Klinik & Praxis
Expansion:
international