
Stellenangebot |
An der Medizinischen Universitätsklinik Ulm, Abteilung Innere Medizin II (Schwerpunkt: Kardiologie, Angiologie und Pneumologie; Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Rottbauer), ist im Rahmen eines drittmittelgeförderten Projektes die Stelle einer/s
naturwissenschaftlichen Doktoranden/in
ab 01.09.2010 zu besetzen.
Hintergrund:
Myofibrilläre Myopathien (MFM) sind progressive humane Herz- und Skelettmuskel-Erkrankungen, die häufig zu einer schweren körperlichen Beeinträchtigung und zu vorzeitigem Tod führen. Während etwa die Hälfte der myofibrillären Myopathien durch Mutationen in Genen, die für sarkomerische und extrasarkomerische Proteine kodieren, bedingt sind, wird die andere Hälfte dieser Erkrankungen durch bislang unbekannte Gendefekte verursacht. Die genauen molekularen Pathomechanismen, die vom jeweiligen Gendefekt zu einer myopathologischen Manifestation der Krankheit führen, sind bislang größtenteils unverstanden.
Zielsetzung:
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, neue Krankheitsgene zu identifizieren sowie die präzisen molekularen Pathomechanismen von myofibrillären Myopathien detailliert zu charakterisieren. Hierzu sollen sowohl „forward genetics“ als auch „reverse genetics“ Ansätze im Zebrafischmodell zum Einsatz kommen.
Wir erwarten:
Vorkenntnisse in molekularbiologischen Arbeitsmethoden sowie gute Englischkenntnisse sind erwünscht. Des Weiteren erwarten wir überdurchschnittliches Engagement und Begeisterung für experimentelle Forschung. Im ersten halben Jahr ist ein Training in allen relevanten molekularbiologischen und Zebrafisch-spezifischen Methoden am Universitätsklinikum Heidelberg vorgesehen.
Wir bieten:
Sämtliche Methoden sind im Labor etabliert. Das junge und hoch motivierte Team besteht aus Biologen und Medizinern, eine enge Betreuung wird gewährleistet. Die Vergütung erfolgt nach TV-L/Drittmittel (E13/2).
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Stellenausschreibung an: Herrn Dr. Steffen Just, Universitätsklinik Heidelberg, Otto-Meyerhof-Zentrum, Im Neuenheimer Feld 350, 69120 Heidelberg.
Homepage: www.rottbauerlab.com und http://www.uniklinik-ulm.de/index.php?id=1454
Das Universitätsklinikum strebt die Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen sie unterrepräsentiert sind. Entsprechend qualifizierte Frauen werden um ihre Bewerbung gebeten.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.
Kontaktdaten |
Jobprofil |
Organisationsprofil |
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den westlichen Industrieländern die häufigste Ursache für Krankheit und Tod. Genetische Faktoren spielen bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Der Zebrafisch ist mittlerweile ein etabliertes Model zur Erforschung von Krankheiten und verknüpft in einzigartiger Weise Genetik, Entwicklungsbiologie und funktionelle Genomanalyse in vivo miteinander.
Ziel unserer Forschung ist es molekulare Pathomechanismen für Herzfehlbildungen, kontraktile Dysfunktionen und Arrhythmien aufzuzeigen. Mit Hilfe des Forward Genetic Ansatzes (Ethylnitrosurea (ENU)-Mutagenese-Screens) konnte erfolgreich eine größere Anzahl von Fischfamilien mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen isoliert werden. Aus der Gruppe der Zebrafischmutanten mit einem Herzphänotyp, identifizieren wir die zugrunde liegenden Gendefekte mittels positioneller Klonierung und charakterisieren die Gene und Genkaskaden funktionell, strukturell und molekular. Desweiteren untersuchen wir die Funktion herzspezifischer Gene durch gezielte Gen-„Knockdowns“ (Morpholino-Antisense-Oligonukleotide).
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