
Fortbildung |
Vom 06.05.2010 bis 08.05.2010
Anmeldeschluss: 16.04.2010
Dauer: 3 Tage
Vor einigen Jahren wurde eine neue Klasse von RNA, die sogenannte siRNA, entdeckt. Diese RNA-Moleküle kommen in verschiedenen eukaryontischen Organismen vor und haben eine Länge von 20-25 Nukleotiden.
Diese Moleküle wurden „small interfering“ RNA oder siRNA genannt, weil sie an andere längere mRNA-Moleküle komplementär binden können, weil im Laufe dieser Bindung die mRNA gespalten werden und weil dadurch die Funktion der mRNA zerstört wird. Eine natürliche Funktion von siRNA ist die Abwehr gegen Virusinfektionen.
Die Eigenschaften der siRNA werden heute bei der Bestimmung und Charakterisierung von Genfunktionen benutzt. Die Funktion eines Gens und seines Genprodukts kann durch die gezielte Inaktivierung der entsprechenden Transkripte nach einer Transfektion mit komplementären siRNA-Molekülen untersucht werden.
Neben siRNA wurde noch eine ähnliche Molekülklasse, die sogenannte microRNA (miRNA), gefunden. Anders als siRNA führt die Bindung einer miRNA nicht zum Abbau der mRNA, an die sie bindet, sondern bewirkt aufgrund ihrer anderen Bindungseigenschaften eine translationelle Repression.
miRNAs haben unter anderem eine wichtige Funktion bei der Entwicklung und der Differenzierung von Zellen. Bei vielen Krankheiten wie z. B. bei bestimmten Krebserkrankungen spielt die Fehlregulation von miRNA eine Rolle. Die Eigenschaften von miRNA und siRNA stehen im Mittelpunkt dieses Kurses.
Folgende Themen werden behandelt:
Im praktischen Teil des Kurses wird eine siRNA-Transfektion durchgeführt und die Unterdrückung der Expression eines Gens nachgewiesen. Ebenso wird die Funktion einer endogenen miRNA nach Transfektion eines miRNAInhibitors unterdrückt.
Die Teilnehmer erhalten ein Skript.
Weitere Informationen |
Institut für Biologie und Medizin, IFBM Weiterbildung |
Das IFBM Weiterbildung ist selbständig. Am Institut werden Weiterbildung und Laborfortbildung auf den Gebieten der Molekularbiologie, der Molekularen Medizin, der Zellkulturtechnik sowie der Bioinformatik angeboten. Die Kursteilnehmer/innen sind technische und wissenschaftliche Mitarbeiter in öffentlichen und privaten Forschungs-, Entwicklungs- und Routinelabors. Die Kurse werden von erfahrenen Referenten aus der Universität oder anderen Forschungseinrichtungen geleitet. Alle Kurse bestehen aus Theorie- und Praxisteilen.
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