Protein-Ligand Docking und Virtual Screening für Einsteiger

 19.02.2019 - 21.02.2019  91052 Erlangen  DECHEMA-Forschungsinstitut
Die Veranstaltung vermittelt in Theorie und Praxis die Modellierung von Proteinstrukturen und die Untersuchung von Protein-Ligand-Interaktionen. Mittels Chimera soll eine bekannte Proteinstruktur visualisiert und potentielle Bindetaschen für einen Liganden identifiziert werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Behandlung von globulären Proteinstrukturen als makroskopischer Interaktionspartner gelegt. Anschließend werden Protein-Ligand-Dockings durchgeführt und diese mit verschiedenen Scoring-Funktionen bewertet um die wahrscheinlichste Konformation und Orientierung des Liganden in der Bindetasche zu finden. Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses liegt in der automatisierten Behandlung einer großen Zahl möglicher Liganden in Form eines virtuellen high-throughput Screenings einer zu erstellenden Substanzbibliothek. Hierzu werden Möglichkeiten vorgestellt, wie man auf einfache Art und Weise eine Vielzahl von Berechnungen automatisiert vorbereiten, durchführen und analysieren lassen kann. 
 
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Details der Fortbildung


Zielgruppe:
Naturwissenschaftler, Chemiker, Biologen, Mediziner, Biotechnologen und Pharmazeuten in Forschung und Entwicklung. Abgesehen von Computergrundlagen und elementarsten Grundlagen über den Aufbau biologischer Makromoleküle sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Bereich:
Methoden, Sonstiges
Maximale Teilnehmerzahl:
max. 12
Kosten:
995 € / 980 € (persönliche DECHEMA-Mitglieder)
Termin:
19.02.2019 - 21.02.2019
Anmeldeschluss:
18.02.2019
Dauer:
3 Tage
Dozent/Kursleitung:
PD Dr. Harald Lanig
Veranstaltungsort:
91052
Erlangen

DECHEMA-Forschungsinstitut



Das DECHEMA-Forschungsinstitut ist eine gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main. Es widmet sich der Forschung für nachhaltige Technologien für die Industriegesellschaft der Zukunft. Dabei nutzt das Institut Kernkompetenzen auf den Gebieten Werkstoffe, Chemische Technik und Biotechnologie, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachdisziplinen werden innovative Lösungskonzepte für praxisorientierte Fragestellungen erarbeitet. Das Institut betreibt mit seinen ca. 80 Mitarbeitern vornehmlich grundlagenorientierte und vorwettbewerbliche Forschung. Diese öffentlich geförderten Vorhaben werden durch Projekte der industriellen Auftragsforschung ergänzt.

Die Biotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie der Zukunft. Deshalb werden am Institut zahlreiche Forschungsansätze verfolgt, die das Potenzial der industriellen Biotechnologie für die Entwicklung neuer, umweltschonender Verfahren und Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe aufzeigen. In verschiedenen Forschungsvorhaben werden unter anderem biotechnologische Produktionssysteme für die Gewinnung technischer Enzyme und die Synthese industriell begehrter Feinchemikalien wie Aroma- und Riechstoffe sowie kosmetische und pharmazeutische Wirkstoffe entwickelt.