Prozessregelung verfahrenstechnischer Prozesse

 26.02.2018 - 27.02.2018  60486 Frankfurt am Main  DECHEMA-Forschungsinstitut
Nach den Grundbegriffen der Regelungstechnik (Blockschaltbild, Führungs- und Störverhalten) werden typische Prozesse (Behälterfüllen, Mischprozess, Transportprozess, Wärmetausch, chemische Reaktion) mit deren Näherungsmodellen vorgestellt. Diese Prozesse werden mit Kennwerten (Proportionalbeiwert und Zeitkonstante) aus Sprungantworten charakterisiert. In Kenntnis dieser Werte werden PID-Regler entworfen und deren Parameter mit Faustformeln optimal eingestellt. Die klassische PID-Regelung wird erweitert, um den unterschiedlichen Anforderungen an Führungs- und Störverhalten gerecht zu werden. Die einschleifige Regelung wird erweitert (Störgrößenaufschaltung, Kaskaden-, Verhältnisregelung, usw.), um z.B. Störungen effektiver zu kompensieren. Es wird gezeigt, wie diese Strukturen in RI-(Rohrleitungs- und Instrumentierungs-)Fließbildern darstellbar sind. Die in der Praxis üblichen Regelungsstrukturen für typische verfahrenstechnische Operation (Pumpen, Verdichter, Wärmetauscher, Rektifikation und chemische Reaktoren) werden mittels RI-Fließbilder gezeigt. Immer häufiger werden die Sollwerte der Basisregelungen von APC-(Advanced Process Control-)Software optimiert. Als bekannteste Vertreter dieser Methoden wird die prädiktive (vorausschauende) Regelung vorgestellt, mit deren Hilfe Mehrgrößenprozesse (wie Destillation) unter Beschränkungen (wie Kühlleistung) mit Regelgrößenentkopplung und nach einem Optimierungskriterium betrieben werden können. Simulationen, Methodenvergleiche und Fallbeispiele illustrieren die vorgestellten Verfahren.
 
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Details der Fortbildung


Zielgruppe:
Verfahrenstechniker, Chemieingenieure, Chemiker und Maschinenbauer, Projektleiter der Prozessindustrie, Projektingenieure
Bereich:
Methods, Other
Kosten:
900 € / 885 € (persönliche DECHEMA-Mitglieder)
Termin:
26.02.2018 - 27.02.2018
Anmeldeschluss:
05.02.2018
Dauer:
2 Tage
Dozent/Kursleitung:
Prof. Dr.-Ing. Robert Haber, Technische Hochschule Köln
Veranstaltungsort:
60486
Frankfurt am Main

DECHEMA-Forschungsinstitut



Das DECHEMA-Forschungsinstitut ist eine gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main. Es widmet sich der Forschung für nachhaltige Technologien für die Industriegesellschaft der Zukunft. Dabei nutzt das Institut Kernkompetenzen auf den Gebieten Werkstoffe, Chemische Technik und Biotechnologie, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachdisziplinen werden innovative Lösungskonzepte für praxisorientierte Fragestellungen erarbeitet. Das Institut betreibt mit seinen ca. 80 Mitarbeitern vornehmlich grundlagenorientierte und vorwettbewerbliche Forschung. Diese öffentlich geförderten Vorhaben werden durch Projekte der industriellen Auftragsforschung ergänzt.

Die Biotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie der Zukunft. Deshalb werden am Institut zahlreiche Forschungsansätze verfolgt, die das Potenzial der industriellen Biotechnologie für die Entwicklung neuer, umweltschonender Verfahren und Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe aufzeigen. In verschiedenen Forschungsvorhaben werden unter anderem biotechnologische Produktionssysteme für die Gewinnung technischer Enzyme und die Synthese industriell begehrter Feinchemikalien wie Aroma- und Riechstoffe sowie kosmetische und pharmazeutische Wirkstoffe entwickelt.