Doktorandenstelle im Bereich Biochemie und Molekulare Zellbiologie der Membranfusion

Die Arbeitsgruppe “Zellbiologie der Infektion” am Institut für Zellbiologie der Universität Bonn bietet eine Doktorandenstelle für ein durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziertes Projekt an.

Ihre Aufgaben

Phagozyten des Immunsystems, z.B. Makrophagen, bilden die erste Abwehrlinie bei einer Infektion mit Mikroorganismen. Phagozyten nehmen die Mikroorganismen in Phagosomen auf, die dann mit den verschiedenen endozytischen Kompartimenten der Zelle fusionieren und letztlich Phagolysosomen bilden. Der Kontakt mit lysosomalen Inhalten führt zum Töten und Abbau der meisten Mikroorganismen und ist somit zentraler Bestandteil der angeborenen Immunantwort. Sie werden u.a. in einem zellfreien System untersuchen, wie sich die Zusammensetzung der Phagosomenmembran über die Zeit verändert, wie diese Veränderungen die Membranfusion zwischen Phagosomen und Endosomen / Lysosomen beeinflusst und wie die Membranfusion molekular-mechanistisch abläuft. Weitere fachliche Infomationen finden Sie unter  Jeschke and Haas, Mol Biol Cell 29:452; Jeschke et al., Proc Natl Acad Sci USA 112: 4636; Becken et al., Proc Natl Acad Sci USA 107: 20726.

Ihr Qualifikationsprofil

Wir suchen eine(n) Kandidatin mit exzellentem Studienabschluss, welcher zur Teilnahme an einem Promotionsverfahren berechtigt, typischerweise einem MSc-Abschluss in Biologie. Wir erwarten, dass der Kandidat(in) fortgeschrittene Kenntnisse der Zellbiologie, der Biochemie und der Molekularbiologie hat. Weiter sind straffes, geschicktes und organisiertes Arbeiten, echte wissenschaftliche Neugier und eine angenehme und umgängliche Persönlichkeit zentrale Voraussetzungen für die Position.

Die Methoden, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit dieser promotionsstelle verwendet werden, umfassen die Kultivierung und Infektion von Makrophagen mit Partikeln und Mikrorganismen; die rekonstituierte Fusion biochemisch isolierter Phagosomen und isolierter Endosomen und Lysosomen; (konfokale) Fluoreszenzmikroskopie und Elektronenmikroskopie; Proteinreinigung und –analyse; die Rekonstituierung von Proteinen in Liposomen; Lipidextraktion und –analyse; die genetische Manipulierung von Gewebekulturzellen. Es sind keine Tierexperimente vorgesehen.

Wir bieten

Wir bieten die Möglichkeit, mit aktuellen Methoden an einer grundlegenden Fragestellung der Infektionsbiologie und Immunologie zu arbeiten. Wir bieten eine freundliche und unterstützende Lernatmosphäre in einem sehr gut etablierten Labor in einer sehr attraktiven Stadt. Die geplanten Forschungsarbeiten werden im Erfolgsfall mit der Promotion zum/zur Dr. rer. nat.abgeschlossen.

Kontakt für Bewerbungen

Fragen bitte an Prof. Dr. Albert Haas, ahaas@uni-bonn.de

Bitte beziehen Sie sich bei Ihrer Bewerbung auf jobvector und geben Sie die folgende Referenznummer an: Jobvector 1

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