Projektingenieur in der Versorgungstechnik

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Projektingenieur in der Versorgungstechnik – Zwischen Konstruktion und Projektmanagement

In der Versorgungstechnik betreuen Projektingenieure die Planung, den Bau und den Betrieb von Versorgungsanlagen aus Gewerken der Lüftungstechnik, Heizungstechnik, Sanitärtechnik u.v.w. Dabei wird technisches Verständnis mit einem umfassenden organisatorischen Gesamtüberblick verbunden, sodass vom Montageplan bis zur Auftragserstellung der zeitliche und wirtschaftliche Rahmen eines Projektes eingehalten werden kann.

Voraussetzungen

Ein Studium in den Bereichen Versorgungstechnik, Verfahrenstechnik oder Maschinenbau bietet gute Einstiegsmöglichkeiten in die Branche. Studienfächer wie technische Mechanik, Strömungslehre, Werkstoffkunde, mechanische und thermische Verfahrenstechnik, Thermodynamik und Regelungstechnik bilden die notwendige Wissensgrundlage. Für die Arbeit als Projektingenieur sind zudem ausgeprägte Kommunikations-, Organisations-, sowie planerische Fähigkeiten erforderlich um die jeweiligen Projekte zum Ziel zu führen.

Aufgabenbereich

Ingenieure die in diesem Berufsbild arbeiten beschäftigen sich mit der Erstellung von Montage-Plänen, ebenso wie mit der Berechnung einzelner Komponenten und ganzer Anlagen-Netze. Aufmaße werden erstellt, sowie Massenaufstellungen und Pläne für Zwischenrechnungen angefertigt. Entsprechend wird mit zwei- und dreidimensionalen CAD (computer aided design)-Programmen zur Plan-Erstellung gearbeitet, mithilfe derer beispielsweise Schall-Leistung oder Druckverluste berechnet werden können.
In der Versorgungstechnik von Gebäuden, der sogenannten technischen Gebäudeausrüstung, trifft ein Projektingenieur im Arbeitsalltag auf Handwerker, technisch und vertrieblich orientierte Ingenieure des eigenen und anderer Baugewerke, sowie auf kaufmännisches Personal und Auftraggeber der Projekte.
Für die kaufmännische Abteilung muss der Projektingenieur zusätzlich zu seinen technisch-planerischen Tätigkeiten beispielsweise Bestellungen vorbereiten und darüber hinaus auch Aufgaben, die betriebswirtschaftliche Aspekte des Projektes umfassen, übernehmen.

Karriereperspektiven

Mit wachsender Erfahrung kann man mehrere Projekte technisch-verantwortlich führen und mehr Personalverantwortung übernehmen. Vor allem durch ein zusätzliches BWL-Aufbaustudium bietet sich die Möglichkeiten in die Gruppenleitung aufzusteigen, in der die Arbeit mehrerer Projektleiter koordiniert werden muss. An die Position eines Gruppenleiters anschließend, mitunter aber auch direkt nach einer entsprechenden Weiterbildung, steht zudem der Weg in die Geschäftsführung offen.

Erfolgsfaktoren für Projekt-Ingenieure in der Versorgungstechnik

  • detailliertes technisches Verständnis für ein Gewerk aus der Versorgungstechnik, sowie Schnittstellen-Wissen zu anderen Baugewerken
  • betriebswirtschaftliches Verständnis
  • organisatorische Fähigkeiten
  • CAD-Kenntnisse
  • guter Ausdruck in Wort und Schrift