Luft- und Raumfahrttechnik – Der Traum vom Fliegen

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Der „Traum vom Fliegen“ als großes Sehnsuchtsmoment des Menschen wird in der Luft- und Raumfahrttechnik durch die Umsetzung neuartiger Ideen hoch qualifizierter Ingenieure und Techniker Realität. Als Motor für Innovation und Konjunktur verbindet die Luft- und Raumfahrttechnik seit jeher die Top-Disziplinen unseres Technologiezeitalters und ist eine bedeutende Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft. Durch die stetige Weiterentwicklung innovativer Ideen in den Bereichen Elektronik, Robotik, Sensor- und Materialtechnik hat dies auch einen wesentlichen Einfluss auf die Produktentwicklung in vielen anderen Industriezweigen und ermöglicht große Fortschritte z.B. in der Automobilindustrie.

Spannende Herausforderungen

Luft- und Raumfahrttechnik – Der Traum vom FliegenDabei befasst sich die Luftfahrttechnik mit Luftfahrzeugen (Flugzeugen und Hubschrauber) sowie allen zugrunde liegenden Einzelkomponenten und zusätzlicher Ausrüstung. Das Flugzeug ist zu einem selbstverständlichen Verkehrsmittel geworden. Auch der Lufttransport hat essentielle Bedeutung im internationalen Handel.
Bei der Raumfahrttechnik wird das gleiche Prinzip für Raumtransportgeräte (Raketen und Flugkörpern wie Satelliten) angewendet. Die Herausforderung stellen hier die besonderen Bedingungen des Weltraums und die dadurch zusätzlich auf die verwendeten Materialien einwirkenden Kräfte sowie die speziellen Abnutzungserscheinungen dar. In der Raumfahrttechnik, hat die Grundlagenforschung einen besonderen Schwerpunkt. Zur Erforschung des Weltraums sind innovative Technologien essentiell.
Das gemeinschaftliche Ziel der Luft- und Raumfahrttechnik als Spezialgebiet des Maschinenbaus ist die Entwicklung möglichst leichter Materialien, um Systeme mit hoher Belastbarkeit und entsprechender Zuverlässigkeit zu entwickeln, die den besonderen Anforderungen gerecht werden.
Auch in der Verteidigung und Sicherheit spielt die Luft- und Raumfahrt eine entscheidende Rolle – von Luftverteidigungssystemen über Aufklärungssatellieten bis hin zur humanitären Hilfe in Krisengebieten.

Ein vielfältiges Aufgabenspektrum

Für Absolventen der Luft- und Raumfahrttechnik besteht ein großes Spektrum an Jobs, durch welche in den Bereichen Konstruktion, Entwicklung, Planung, Produktion oder Forschung Fuß gefasst werden kann. Klassischerweise in Groß-, Mittel- und Kleinindustriebetrieben der Luft- und Raumfahrt. Dort haben sie einen Job in Entwicklungsabteilungen, in produktionsnahen Bereichen und in der Qualitätssicherung. Darüber hinaus ist das Berufsfeld des Luft- und Raumfahrtingenieurs heute nicht mehr nur auf die Entwicklung neuer Flugzeuge, Triebwerke, Satelliten und deren Trägersysteme beschränkt, sondern umfasst auch viele andere Berufszweige, die an der Entwicklung und dem Einsatz von Hochtechnologie-Erzeugnissen beteiligt sind. Es gibt Arbeitsplätze in Zulieferbetrieben wie in der Elektrotechnik, im Stahl- und Leichtmetallbau sowie in der Nichteisen-Metallindustrie. Daneben kommen Jobs bei Fluggesellschaften, Flughäfen, in der Automobilindustrie, der Windkraftbranche, im Schiffbau, an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden, sowie bei Ingenieurbüros oder Unternehmensberatungen in Frage.

Eine Branche die abhebt

Die Luft- und Raumfahrtindustrie gehört eher zu den kleinen Wirtschaftsbereichen, die allerdings den Großteil ihrer Arbeitsplätze mit Ingenieuren und Technikern besetzt. Der Anteil der industriellen Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz ist mit durchschnittlich 10 Prozent deutlich höher als in anderen wichtigen Industriezweigen. Der Umsatz aller Herstellergruppen (Luft- und Raumfahrtsysteme, Antriebe, Ausrüstung, Werkstoffkomponenten) und die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie hat in den letzten 20 Jahren stetig zugenommen. Über 109.500 direkte Beschäftigte verzeichnet die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie, von denen 76.500 in der zivilen Luftfahrtindustrie beschäftigt sind. Allein die Entwicklung und der Bau des sich seit 2015 im Einsatz befindlichen Airbus A350 XWB, welcher zu 53 % aus kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff besteht und 25 % weniger Treibstoff verbraucht als das Vorgängermodell, hat in Deutschland 4.000 Jobs für hochqualifizierte Arbeitnehmer in diesem Bereich geschaffen.
Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist also eine spannende Branche, in der Ingenieure ihre ganze Innovationskraft zukunftsträchtig zum Einsatz bringen können.