Berufsperspektiven für Ingenieurwissenschaftler

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Rosige Karriereperspektiven für Ingenieure

Auch im letzten Jahr konnten sich Ingenieurwissenschaftler über einen guten Arbeitsmarkt freuen. Trotz wachsender Absolventenzahlen fällt die Arbeitslosigkeit so gering aus wie in kaum einer anderen Berufsgruppe. Die Bundesagentur für Arbeit spricht von Arbeitslosenquote auf Vollbeschäftigungsniveau. Die Folge der anhaltenden positiven konjunkturellen Entwicklung in den High-Tech und Science-Branchen, wie auch des Fachkräftemangels ergibt für Ingenieurwissenschaftler gerade rosige Karriereperspektiven. Auch die Anzahl an Stellenanzeigen, in denen ein Studium der Ingenieurwissenschaften gewünscht wurde, stieg weiter an. Ingenieurwissenschaftliche Studienplätze sind durch diese Aussichten deutlich gefragter. Somit nahmen auch die Zahlen der Neueinschreibungen an Fachhochschulen und Universitäten kräftig zu.

 

Der Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt sind neben den klassischen Ingenieurwissenschaftlern in Bereichen wie Maschinenbau und Bauingenieurwesen, Ingenieure für Umwelttechnik, Sicherheitstechnik, Medizintechnik, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieure besonders gefragt.

Betrachtet man die Stellenanzeigen nach ihrer regionalen Aufteilung, wird besonders häufig nach den westlichen Bundesländern gesucht. Die Mehrzahl der Ingenieure arbeitet im industriellen Sektor. Nur rund 4% sind im öffentlichen Dienst tätig.

Bei Absolventen ist neben dem fachspezifischen Wissen des jeweiligen ingenieurwissenschaftlichen Studienfaches ein besonders breites technisches Basiswissen gefragt, welches in den Unternehmen durch individuelle und spezifische Weiterbildung auf den jeweiligen Anforderungen und Produkten entsprechend weiterentwickelt werden kann. Besonders gerne gesehen sind neben den technischen Fähigkeiten, Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich.

Ein Ingenieur bei der Arbeit

Die Hauptaufgabe von Ingenieuren ist und bleibt es, möglichst effiziente Lösungen für technische Probleme zu finden. Dazu sind technisches Verständnis, Detailwissen im Anwendungsgebiet und Kreativität gefragt, um innovative Lösungen zu erarbeiten. Die Frage, ob sich die Studienreform im Hinblick auf Bachelor- und Masterabschlüsse im Vergleich zum lang etablierten Dipl.- Ing. inzwischen am Arbeitsmarkt durchgesetzt hat, ist insofern schwer zu beantworten, als dass 70% der Bachelorabsolventen direkt den Masterstudiengang anschließen. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure sind Bachelorabsolventen auf dem Arbeitsmarkt gerne gesehen.

Einsatzgebiete und Zukunftsbranchen

Innovationen sind die Zukunft der Industrie- und Hightech-Branche. So gilt laut dem VDE z.B. die Biomedizinische Technik als Zukunftstechnologie. Innovationen in diesem Gebiet basieren auf Kreativität und Leistungsfähigkeit exzellent ausgebildeter Fachkräfte aus biomedizinischer Technik, den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie von Medizinern.

Wer also gerne interdisziplinär arbeitet und seinen Innovationsgeist in das Zeichen der Gesundheitsversorgung setzen möchte, sollte die biomedizinische Technik als Arbeitsgebiet in Erwägung ziehen.
Daher lohnt sich neben den klassischen Branchen wie Automotive, Bauindustrie, Elektrotechnik und Maschinenbau auch der Blick auf Branchen im Bereich der Chemietechnik, Pharmatechnik, Umwelttechnik, des Anlagenbaus und in der Biotechnologie.

Diese Industriesektoren liefern einen spannenden Arbeitsmarkt für Ingenieure, die gerne interdisziplinär denken und arbeiten möchten. Die Einsatzgebiete für Ingenieure in einem Unternehmen sind vielfältig und ziehen sich durch sämtliche Unternehmensbereiche.
Ingenieurtätigkeit

Die Entscheidung in welchem Bereich die Karriere starten soll, ist eine erste Weichenstellung für die berufliche Zukunft und den konkreten Karriereweg. Wer schon gute Vorstellungen von seinem beruflichen Werdegang hat, sollte gleich versuchen, in der entsprechenden Abteilung wie Forschung & Entwicklung, Produktion, Konstruktion, Einkauf, Montage, Qualitätsmanagement, Vertrieb oder Produkt- bzw. Projektmanagement einzusteigen.

Für andere ist der Einstieg über die heiß begehrten Trainee-Stellen eine Möglichkeit gleich zu Beginn des Karriereweges verschiedene Unternehmensbereiche kennenzulernen. Neben den beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten stellt sich auf dem Arbeitsmarkt auch oft die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten für Ingenieure.

Einkommen für Ingenieurwissenschaftler

Laut dem VDI ist die Gehaltsentwicklung für Ingenieurwissenschaftler positiv. Auch 2016 stieg das durchschnittliche Einkommen in allen Fachbereichen des Ingenieurwesens weiter an und liegt nun bei 61.700 €. Für Absolventen stieg das durchschnittliche Einstiegsgehalt 2016 auf 46.700 €. Den deutlichsten Gehaltszuwachs gab es für Berufseinsteiger im Bauingenieurwesen mit 6,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Spitzenposition bei den Einstiegsgehälter von Ingenieurwissenschaftlern belegten auch 2016 wieder Ingenieure in der Chemie- und Pharmaindustrie. Das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt dieser Branche lag bei durchschnittlich 51.160 € für Absolventen und somit noch vor dem für Berufseinsteiger im Fahrzeugbau mit 50.275 €. Bei Ingenieurwissenschaftlern sind die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern etwas geringer als in anderen Berufsfeldern. Während über alle Berufsgruppen hinweg der Gehaltsunterschied rund 22% beträgt, verdienen Männer im Ingenieurwesen laut VDI rund 16% mehr als ihre Kolleginnen mit vergleichbarer Qualifikation. Umfangreiche Informationen zu Gehaltszahlen erhalten Sie in dem Artikel „Eine Frage des Geldes“. Um sich über aktuelle Stellenangebote zu informieren, stehen spezialisierte Stellenbörsen wie jobvector zur Verfügung. Auch Recruiting- und Branchenmessen können spannende Karriereperspektiven bieten. Nutzen Sie hierzu besonders Fachportale und Fachmessen, die sich auf Ihren Studiengang und die gewünschte Branche spezialisiert haben. Ingenieurwissenschaftler, die zurzeit oder in naher Zukunft auf Stellensuche sind, können optimistisch in die Zukunft blicken. Der Arbeitsmarkt bietet Ihnen viele interessante Karriereperspektiven und Einstiegsmöglichkeiten.

  • Karriereperspektiven für Ingenieure momentan sehr gut – Klassische Branchen: Automotive, Bauindustrie, Elektrotechnik, Maschinenbau…
  • Spannende Entwicklungsmöglichkeiten auch in Branchen wie: Medizintechnik, Chemie- technik, Umwelttechnik, Anlagenbau, Pharmazie …
  • Chemie- und Pharma-Branche weist größte Gehaltssteigerung für Absolventen auf
  • Fachwissen von Ingenieuren in der Forschung & Entwicklung gefragt, aber auch in Produktion, Vertrieb und Qualitätswesen