Berufsperspektiven Informatik

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Informatiker arbeiten längst nicht mehr nur in Computer- bzw. IT-Unternehmen oder klassischen EDV-Abteilungen. Da heutzutage in unzähligen Bereichen Software nicht mehr wegzudenken ist, gibt es immer mehr Einsatzbereiche: Medizintechnik, Automobilindustrie, Finanzbranche, Geheimdienst, Nachrichtendienst und Spieleentwicklung sind davon nur einige Beispiele. Es gibt nicht mehr DEN typischen Informatiker – aufgrund der vielfältigen Anforderungen haben sich die Berufsbilder in den letzten Jahren sehr gewandelt. So sind Berufsbilder wie Softwareentwickler, Wirtschaftsinformatiker, Systeminformatiker, technischer und medizinischer Informatiker und natürlich Fachinformatiker immer weiter gefragt.

Einsatzbereiche für Informatiker

Mit fast 1 Million Jobs ist die Informations- und Telekommunikationsbranche die Branche, die 2017 den besten Bruttowertschöpfungsindex in Deutschland aufweisen konnte. Stellenangebote für Informatiker gibt es aber auch in anderen Hightech-Branchen, wie der Automobilindustrie, die Medizintechnik oder den Maschinen- und Anlagenbau.
Auch in der Unternehmensberatung können Informatiker helfen, die Zukunft zu gestalten. Durch die immer größere Bedeutung der Informationstechnologie in der Wirtschaft wird auch der IT-Consultant immer wichtiger. Dort gibt es immer mehr Jobs für IT-Experten. Ihre Aufgaben können in der Migration von Systemen oder der Verbindung komplexer Inhalte mit möglichst einfacher Handhabung liegen.

Die Automobilindustrie passt sich ebenfalls immer mehr der Digitalisierung an. Was vor einigen Jahren noch mit Navigationsgeräten und Einparkhilfen begann, kann in wenigen Jahren schon in der Zulassung autonomer Fahrzeuge münden. Die technischen Ansprüche moderner Fahrzeuge steigen stetig, sodass sich für Informatiker besonders Einsatzbereiche bei modernen Sicherheitssystemen, aktiven Fahrassistenten wie Abstandsregler oder Tempomat, der Kommunikationstechnik in Fahrzeugen oder aufwendigen LC-Displays ergeben.Von Jobs für IT-Spezialisten im Projektmanagement bis hin zur Implementierung bringen Informatiker hier das notwendige Know-How mit und treiben die Technik weiter voran.

Für die Finanzbranche ist der Informatiker auch ein wichtiges Glied im Gefüge und nicht mehr wegzudenken. Einerseits werden Schnittstellen für den Kunden immer wieder auf die neuesten Sicherheitsstandards gebracht, andererseits müssen interne Programme und Prozesse immer den aktuellen Anforderungen gerecht werden.

Eine weitere interessante Branche ist e-Health. Die klassische Medizintechnik entwickelt sich heute immer mehr zu einer Branche mit enormem Wachstumspotenzial mit sehr vielen Jobs. Einstellungen, die früher einmal manuell vorgenommen wurden, können heute der Maschine überlassen werden, ohne ein Sicherheitsrisiko darzustellen. Software für Medizinprodukte, bildgebende Untersuchungsverfahren wie die Computertomographie und die elektronische Gesundheitskarte wären ohne Informatiker nicht umsetzbar. Von der Idee, über die Entwicklung, bis hin zur Vermarktung ist der Informatiker dort ein gern gesehener Ansprechpartner.

Für kleinere Branchen ist der Informatiker auch von großem Nutzen. Denn auch die Kriminalität macht vor der Digitalisierung nicht halt, sodass der Beruf des IT-Forensikers mittlerweile immer mehr an Bedeutung gewinnt. Was z.B. früher nur in der Gerichtsmedizin vonnöten war, ist nun auch im Internet ein wichtiger Einsatzbereich zur Beweissicherung. Neben Fachkenntnissen der Informatik zeichnen auch eine polizeiliche Herangehensweisen und juristisches Fachwissen den Job des IT-Forensiker aus.

Ein weiterhin aufstrebender Bereich der Informatik ist die Webentwicklung. Hierbei sind längst nicht mehr nur Kenntnisse in Grafikdesign und HTML erforderlich. Auch Aspekte wie Suchmaschinenoptimierung (SEO) und interaktive Anwendungen sind unerlässlich. Kaum eine andere Informatik-Branche ist so dynamisch. In der Branche werden echte Softwareentwickler gesucht, die ebenso ein Händchen für Usability haben. Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienbarkeit spielen auf modernen Webseiten eine entscheidende Rolle – egal ob auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone.

Ein wichtiger Faktor beim erfolgreichen Berufseinstieg sind Praxiskenntnisse. Daher können Absolventen gerade in der Webentwicklung durch verschiedene Praktika und Werkstudentenjobs punkten. Die Unternehmen suchen Kandidaten mit praktischer Erfahrung.

Einstieg in die Informatik

Egal für welche Branche Sie sich auch entscheiden, die Arbeitgeber haben großes Interesse an gut ausgebildeten Informatikern. Bereits während des Studiums gibt es viele Möglichkeiten, sich die verschiedenen Berufsbilder in der Informatik anzuschauen. Potenzielle Arbeitgeber bieten häufig Praktika oder die Betreuung von Abschlussarbeiten an. Diese kommen Ihnen spätestens nach dem Abschluss zu Gute, denn Berufserfahrung ist auch in der Informatik ein gern gesehener Pluspunkt. Um seinen Lebenslauf zu komplettieren, gibt es die Möglichkeit der Zertifizierung. Oft sind diese hersteller- oder produktgebunden. Das International Software Testing Qualifications Board und der Fachverband der IT-Industrie CompTIA bieten zudem auch allgemeingültige Zertifikate an. Diese werden weltweit anerkannt und bieten somit eine Chance, erworbene Kenntnisse nachweisbar in den Lebenslauf einzubringen.

Die Unternehmen bevorzugen außerdem Bewerber, die Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft aufbringen sowie eine analytische Denkweise aufweisen. Im Gegenzug bieten die Unternehmen den Bewerbern sehr häufig eine betriebliche Altersvorsorge und flexible Wochenarbeitszeiten in ihrem Job. Zudem gibt es in den meisten Unternehmen zusätzliche EDV-Schulungen und mehr als die Hälfte der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Sprachkurse an.

Über 90% der Unternehmen bieten laut des Staufenbiel Instituts Informatikern einen Direkteinstieg und ca. 30% der Unternehmen ein Trainee-Programm an. Ein Großteil arbeitet in der Anwendungsprogrammierung, der Software-Entwicklung oder der Datenbank- bzw. Netzwerkadministration.

Gehälter für Informatiker

Neben den guten Berufsaussichten können sich Informatiker ebenfalls über attraktive Gehälter freuen. Die Einstiegsgehälter schwanken laut dem Staufenbiel Institut je nach Position stark, liegen aber in fast allen Bereichen über dem Durchschnittsgehalt anderer Studienfächer. Während IT-Spezialisten im Support oder der Webentwicklung mit einem Einstiegsgehalt von 42.000 und 37.000 Euro rechnen können, können in der IT-Sicherheit, der IT-Beratung oder dem Vertrieb bis zu 75.000 Euro im Jahr verdienen werden.

Abhängig ist das Gehalt außerdem vom erreichten Bildungsabschluss. Das Durchschnittsgehalt eines Bachelor-Absolventen beträgt 53.000 Euro, das eines Master-Absolventen bereits bis zu 56.000 Euro. Mit einer Promotion kann man im Durchschnitt sogar 59.000 Euro als Einstiegsgehalt verdienen. Durchschnittlich verdienen Absolventen von Fachhochschulen 5% weniger als Absolventen von Universitäten.

Die meisten Arbeitsstellen für Informatiker sind für Master-Absolventen bzw. Diplom-Informatiker ausgeschrieben, gefolgt von Bachelor-Absolventen und promovierten Informatikern.

Aussichten in der IT

Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen sich zunehmend. Durch Neuerungen technologischer Entwicklungen wird eine Informationsgesellschaft gefördert, die zu einem Wandel der Industrieländer beiträgt.

Die Jobs in der Informatik-Branche werden somit zunehmend vielseitiger und der Arbeitsalltag gestaltet sich abwechslungsreich. Durch den steigenden Bedarf sind auch die Prognosen für die Beschäftigungsquoten und die Nachfrage nach gut ausgebildeten Informatikern sehr gut.

Persönliche Anforderungen

  • Beherrschen mindestens einer Programmiersprache
  • Zeit- und Selbstmanagement
  • Verständnis für Hardware
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Lösungsorientiertes Arbeiten
  • Analytische Kompetenz
  • Flexibilität

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