Karriereziel Internist

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Karriereziel Internist – Perspektiven für Studierende

Kaum ein anderes Gebiet in der Medizin bietet solch ein breites Spektrum und Einsatzmöglichkeiten, wie die Innere Medizin. Nicht nur deshalb erfreut sich das Fach bei Studierenden der Humanmedizin immer größerer Beliebtheit. Auch, weil die Chance nach dem Studium eine Stelle zu erhalten, im Vergleich zu anderen Fachgebieten in der Medizin sehr hoch ist.

Internistische Schwerpunkte

Generell ist die Nachfrage nach Internisten groß, vor allem Kardiologen und Gastroenterologen werden oft gesucht. Krankenhäuser bieten dabei oft ein breites internistisches Spektrum und eine strukturierte Weiterbildung an. Es gilt zu prüfen, welche Häuser eine entsprechende Weiterbildungsberechtigung haben. Für die Bewerbung sollte sich genügend Zeit genommen werden. Die Landesärztekammern können bei der Auswahl von Kliniken und den angebotenen medizinischen Bereichen kompetent weiterhelfen. Wichtig für die angehenden Fachärztinnen und –ärzte ist auch eine gute Betreuung in den Weiterbildungsstätten, möglichst in einem Mentorenprogramm. Aber auch eine Weiterbildung an verschiedenen Kliniken kann Vorteile bieten.

Die Schwerpunkte in der Inneren Medizin sind vielfältig. Das macht den Beruf des Internisten so reizvoll. Auch Zusatzbezeichnungen wie zum Beispiel Intensivmedizin sind möglich. Fast alle Bereiche eignen sich sowohl für die Tätigkeit in einer Klinik als auch in einer Niederlassung bzw. Praxis. Kein anderes Fach bietet eine solche Auswahl an Spezialisierungen in zehn Schwerpunkten und 33 Zusatzqualifikationen! Daneben ist aber auch eine hausärztliche Betätigung ohne Schwerpunktbezeichnung möglich.

Der lange Weg zum Facharzt

Am Anfang stehen die Staatsexamen. Um Medizinstudierende optimal auf die 3. Ärztliche Prüfung vorzubereiten, entwickelten hier der Berufsverband Deutscher Internisten e. V. (BDI) gemeinsam mit dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen e. V. (BDC) ein eigenes und wegweisendes Seminar- und Kongress-Format. Der Nachwuchskongress „Staatsexamen & Karriere“, der jeweils zweimal im Jahr im Frühjahr und im Herbst vor der letzten praktisch-mündlichen Prüfung angeboten wird, bereitet die Studierenden nicht nur auf die Prüfung vor. Er beinhaltet vielmehr auch eine eigens auf Hochschüler ausgerichtete Karriereberatung. Hier kommen die Prüflinge in Kontakt mit erfahrenen Medizinerinnen und Medizinern, Weiterbildern und Prüfern. Sie können sich neben der theoretischen Prüfungsvorbereitung in praktischen Trainings wie EKG, Gastroendoskopie und Minimalinvasiver Chirurgie in die Fertigkeiten von Internisten und Chirurgen einarbeiten und anfangen, ein Netzwerk aufzubauen. Die Referenten, von denen viele auch die Facharztprüfung abnehmen, stehen mit Tipps, Rat und Tat beiseite und beraten die Studierenden, wie es nach ihrem Studium in ihrer beruflichen Karriere weitergehen kann. Weitere Informationen wie Termine können Interessierte auf der Internetseite www.staatsexamen-und-karriere.de einsehen.

Die grundsätzliche Weiterbildungszeit nach dem Studium beträgt fünf bis acht Jahre. In dieser Zeit dienen die ersten drei Jahre im Common trunk als Basisweiterbildung. Nach fünf Jahren kann man „fertiger“ Internist sein. Nach weiteren drei Jahren kann eine zusätzliche Schwerpunktbezeichnung erworben werden. Im Anschluss können Zusatzweiterbildungen wie beispielsweise Notfallmedizin, Palliativmedizin, Infektiologie oder Intensivmedizin angehängt werden.

Unterstützung während und nach der Ausbildung

Berufsverbände bieten viel praktische Hilfe an. So können angehende Ärztinnen und Ärzte einfach ihr Curriculum für die Famulatur und das Praktische Jahr in der „BDI studis App“ des BDI organisieren. Eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband ist hierfür nicht nötig. Neben einem „Starterpaket“ für Studierende, das aus vielen Vorteilen im Rahmen der Mitgliedschaft besteht, haben sie hier die Möglichkeit, schon früh ein Netzwerk zu knüpfen. Mit einem BDI-Stipendium wird den Studentinnen und Studenten der Humanmedizin auch der finanzielle Druck während des Studiums genommen, sodass diese sich voll und ganz dem Lernen widmen können.

Das Junge Forum im BDI, ein Zusammenschluss aus angehenden und jungen Medizinerinnen und Medizinern, setzt sich für die Belange von Studierenden und Assistenzärzten ein. Es tritt ein für eine Verbesserung der Weiterbildungsqualität, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Integration von Forschung in die klinische Tätigkeit, vor allem während der Weiterbildung. Gerade für die junge Generation ist dieses Netzwerk auch wichtig für eine geordnete Karriere in der Inneren Medizin.

Darüber hinaus wartet der BDI mit einer lebenslangen Begleitung und Hilfestellung auf. Mit seinen Services unterstützt er seine Mitglieder in allen Bereichen. Angefangen von der kostenfreien Rechtsberatung über spezielle Angebote im BDI-Vorteilsshop bis hin zu einer kompetenten und umfassenden Berufs- und Karriereberatung ist alles dabei. Aktuelle fachliche und berufspolitische Informationen aus der Inneren Medizin erhalten BDI-Mitglieder unter anderem durch die Zeitschriften „Der Internist“ und „BDI aktuell“. Kooperationspartner des BDI bieten neben vergünstigten Angeboten in allen Bereichen auch wertvolle Zusatzservices an. Auf der Jobbörse zum Beispiel werden aktuell offene Stellen angezeigt, auf die sich Interessierte bewerben können.

Rat von Experten

Über das BDI-ExpertenPortal können sich BDI-Mitglieder ganz einfach mit Spezialisten aus allen Bereichen austauschen und ihre Fragen klären. Ganz gleich, ob es sich hierbei um Rechts- oder Steuerfragen handelt, ob organisatorische oder fachliche Probleme gelöst werden sollen oder es um Fragen rund um den Klinikalltag, eine Anstellung oder eine Niederlassung, von der Praxiseröffnung über den Alltagsablauf bis hin zur Abgabe, geht. Im BDI-ExpertenPortal werden alle Fragen zur Karriereplanung beantwortet – und das meist innerhalb von 24 Stunden.

Eine erste Anlaufstelle bieten auch die zahlreichen Apps des BDI. Der BDI-PraxisNavigator beispielsweise begleitet alle Internistinnen und Internisten in ihren täglichen Arbeitsabläufen. Mit der App „Mein Internist“ können Ärztinnen und Ärzte sich ihren Patientinnen und Patienten präsentieren und austauschen, Termine schnell und unkompliziert vergeben oder Video Sprechstunden durchführen.

Wissenschaftlich fundierte Fortbildungen

Ein hochkarätiges Fortbildungsprogramm rundet das Angebot des BDI ab. Vom kurzen Intensivkurs bis zum mehrtägigen Kongress bildet der BDI dabei das breite Spektrum der Inneren Medizin ab – immer aktuell, das ganze Jahr über und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Forschung. Kompetent besetzte Veranstaltungen im In- und Ausland laden zu einer Teilnahme ein. So können zum Beispiel oft mit einem Kurs alle CME-Punkte für ein Jahr gesammelt werden! Im Rahmen einer Mitgliederumfrage im Jahr 2016 gaben über 81 Prozent der Befragten an, dass sie die hohe Qualität der BDI-Fortbildungen schätzen und bescheinigten dem BDI Exzellenz auf diesem Gebiet. Die Fortbildungen sind übrigens für alle Ärztinnen und Ärzte offen. BDI-Mitglieder erhalten allerdings 45 Prozent (!) Ermäßigung auf die reguläre Teilnahmegebühr. Für Assistenzärzte in Weiterbildung, die Mitglied im BDI sind, werden sogar zahlreiche Veranstaltungen kostenfrei angeboten. Somit entlastet eine BDI-Mitgliedschaft ganz nebenbei auch die Fortbildungsbudgets von Kliniken.

Nutzen auch Sie die Chance und werden Sie BDI-Mitglied. Weitere Informationen bietet die Internetseite www.bdi.de. Wir freuen uns auf Sie, denn nur gemeinsam sind wir Arzt!

Schwerpunkte der Inneren Medizin

    • Angiologie
    • Endokrinologie/Diabetologie
    • Gastroenterologie
    • Geriatrie
    • Hämatologie und Internistische Onkologie
    • Infektiologie
    • Kardiologie
    • Nephrologie
    • Pneumologie
    • Rheumatologie