Das Leibniz-Institut für Polymerforschung e. V. (IPF) erarbeitet materialwissenschaftliche Grundlagen für technologische Innovationen auf den Gebieten Ressourcen, Gesundheit und Information. In den fünf wissenschaftlichen Instituten, der Verwaltung und den Technischen Diensten des IPF sind ca. 500 Personen tätig. Neue Themen und Methoden werden zunehmend in flexiblen Forschungsstrukturen wie unabhängigen Nachwuchs-Forschungsgruppen erkundet. Das IPF ist als familienfreundlicher Arbeitgeber gemäß Audit berufundfamilie® zertifiziert. Weitere Information finden Sie unter www.ipfdd.de.
Doktorand:in (Nr. 027-26)
Im Bereich Polymer-Biomaterialwissenschaft ist in der Abteilung Bio-Grenzflächen die Stelle eines Doktoranden (m/w/d) mit 26 Wochenstunden zu besetzen.
Die Werner-Gruppe hat die omniphoben und antiadhäsiven Eigenschaften der Cuticula von Springschwänzen untersucht. Springschwänze, Collembola (Entognatha), sind im Boden lebende Arthropoden innerhalb der Hexapoden-Linie. Sie spielen eine entscheidende ökologische Rolle bei der Bodenbildung. Springschwänze haben vor etwa 450 Millionen Jahren bei ihrem Übergang zum Landleben die epidermale Atmung entwickelt - eine Atmungsweise, die robuste Mechanismen erfordert, um das Benetzen und die Anhaftung von organischem, anorganischem und mikrobiellen Material an der Exoskelett-Oberfläche zu verhindern.
Das Ziel des Promotionsprojekts ist es, die biologische Bildung von nanostrukturierten Oberflächen auf der Cuticula von Springschwänzen zu verstehen, die deren Oberfläche omniphob macht und sowohl polare als auch unpolare Flüssigkeiten abweist.
Dieser Bottom-up-Bildungsprozess wird (in Zusammenarbeit mit und unterstützt durch die Politi-Gruppe, B CUBE) untersucht und ex vivo mithilfe statistisch gestützter Reverse-Engineering-Ansätze und Modellierungen rekonstruiert.
Sie übernehmen:
- Experimentelle Arbeiten umfassen: - Sammlung und Zucht von Springschwänzen - Untersuchung der Häutungszyklen, Sammlung von Cuticula und Präparation von Springschwänzen für die Elektronenmikroskopie - Präparation von Springschwänzen/Gewebe für transkriptomische und proteomische Analysen (Unterstützung in Zusammenarbeit mit dem B CUBE und dem Senckenberg-Institut) - ToF-SIMS-Analysen der Cuticula von Springschwänzen (Vergleich chemischer Fingerabdrücke verschiedener Arten und verschiedener Bereich
Das bringen Sie mit:
- Abgeschlossenes Studium (M.Sc. oder Diplom) in Physik (bevorzugt) oder Chemie
- Erfahrung oder starke Affinität zur (Bio-)Physik sowie Interesse an experimenteller und theoretischer Arbeit im Bereich biomolekularer Kondensationsprozesse wie Turing-Musterbildung und Phasenseparation
- Das Projekt umfasst experimentelle Arbeiten wie Spektroskopie, Chromatographie und Mikroskopie, wobei ein biophysikalischer und theoretischer Hintergrund bevorzugt wird
- Erfahrung mit Simulationsarbeiten zur Modellierung und in silico-Testung molekularer Interaktionen ist sehr willkommen
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Sie sollten verfügen über:
- Hohes Maß an Motivation
- Gut ausgeprägte Planungs- und Organisationsfähigkeiten
- Fähigkeit, Fristen zu setzen und einzuhalten
- Gute Kommunikationsfähigkeiten für wissenschaftliches Schreiben, Präsentationen und Diskussionen
- Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten an einem hoch interdisziplinären Thema
Wir bieten:
Eintrittsdatum:
sofort
Befristung:
3 Jahre (Beschäftigungsdauer gem. WissZeitVG)
Der erfolgreiche Bewerber wird modernste Geräte für biomimetische Forschung nutzen, um die Bildung der cuticulären Ornamentierung zu verstehen und nachzubilden.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Leibniz-Institut für Polymerforschung/IPF (Ralf Helbig & Carsten Werner), dem Zentrum für Molekulares Bioengineering der TU Dresden/B CUBE (Yael Politi) und dem Senckenberg-Institut Görlitz (Clement Schneider).
Wir bieten Ihnen eine vielseitige und interessante Herausforderung in einem internationalen und interdisziplinären Arbeitsumfeld. Bei den Arbeiten setzen Sie moderne Synthese- und Analyse-Geräte ein und werden Sie von einem Team aus erfahrenen Chemikern, Biologen und Medizinern unterstützt. Es bestehen individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und wissenschaftliche Weiterbildung im Rahmen einer Promotion. Das Entgelt und die Sozialleistungen (u.a. eine betriebliche Altersversorgung, Jobticket, eine flexible familienfreundliche Arbeitszeit) richten sich entsprechend der Qualifikation nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (EG 13 TV-L).
Kontakt
Jetzt Bewerben!
Fachliche Auskünfte erteilt: Dr. Ralf Helbig (0351/4658 509)
Das IPF strebt in allen Bereichen nach Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Ferner will das IPF den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Die vom IPF erhobenen personenbezogenen Daten zu Ihrer Bewerbung sowie deren Auswertung werden ausschließlich für Zwecke des Bewerbungsverfahrens auf Grundlage vertraglicher Maßnahmen nach Art. 6 Abs. 1 b DS-GVO verarbeitet. Eine Übermittlung dieser Daten an Dritte erfolgt nicht. Empfänger sind die zuständigen Mitarbeiter, der Betriebsrat sowie ggf. die Schwerbehindertenvertretung und Gleichstellungsbeauftragte des IPF. Eine Löschung Ihrer uns überlassenen Bewerberdaten nehmen wir 6 Monate nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens, d.h. entweder nach Besetzung der ausgeschriebenen Stelle oder nach unserer Entscheidung, die Stelle doch nicht zu besetzen, vor. Für datenschutzrechtliche Fragen und zur Wahrnehmung Ihrer Rechte wenden Sie sich bitte an: datenschutz(at)ipfdd.de (DSB). Ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde steht Ihnen zu. Vorstellungskosten werden nicht erstattet.






