Doktorand (gn*) Flagellendysfunktion und männliche Infertilität
Befristet auf 3 Jahre | Teilzeit mit 65 % | Vergütung nach TV-L, E 13 | Klinik für Allgemeine Pädiatrie | Kennziffer 11703
Wir sind das UKM. Wir haben einen klaren gesellschaftlichen Auftrag und mit der Verbindung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre eine besondere Verantwortung - am besten mit Dir!
PROJEKT:
Die Stelle ist in der Arbeitsgruppe von Dr. Johanna Raidt angesiedelt (Clinician Scientist in der pädiatrischen Pneumologie mit besonderem Schwerpunkt auf motilen Ziliopathien, einschließlich männlicher und weiblicher Infertilität) und eingebettet in den von der DFG geförderten Sonderforschungsbereich CRC 1748/„Principles of Reproduction“. Der SFB 1748 vereint Wissenschaftler*innen der Universität Münster, des Universitätsklinikums Münster, des Max-Planck-Instituts Münster sowie der RWTH Aachen.
Zentrales Ziel des SFB ist die Aufklärung der genetischen, molekularen und zellulären Mechanismen, die die Entwicklung und Funktion der Hoden, die Produktion und Funktion von Spermien, die Befruchtung sowie die frühe Embryonalentwicklung in Gesundheit und Krankheit steuern. Hierfür werden interdisziplinäre Ansätze aus der Molekular-, Struktur- und Zellbiologie, Physiologie, Biophysik, Epi-/Genetik, (Bio-)Informatik sowie der multimodalen Datenanalyse kombiniert.
Die Arbeitsgruppe von Dr. Johanna Raidt fokussiert sich auf die Identifikation bekannter und neuer MMAF- und PCD-assoziierter Genvarianten anhand großer Patientenkohorten in Kombination mit einer detaillierten Phänotypisierung von Spermienflagellen und motilen Zilien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf axonemalen inneren Dyneinarmen und assoziierten Proteinen. Mithilfe mehrstufiger funktioneller Analysen werden axonemale Defekte untersucht, die MMAF- und PCD-assoziierter Infertilität zugrunde liegen, mit dem Ziel, Diagnostik und Patientenversorgung zu verbessern.
VERANTWORTUNGSVOLLE AUFGABEN:
- Entwicklung experimenteller Workflows zur Identifizierung und funktionellen Validierung MMAF-/PCD-assoziierter Genvarianten mit Fokus auf axonemale innere Dyneinarme und Tether-/Tether-Head-Komplexe in Spermienflagellen und motilen Zilien
- Anwendung fortgeschrittener molekular- und zellbiologischer Methoden (Variantenscreening, RNA-Expressionsanalysen, Immunfluoreszenz- und Transmissionselektronenmikroskopie)
- Gewinnung und Aufarbeitung patientenabgeleiteter Proben zur detaillierten Phänotypisierung von Spermienflagellen und motilen Zilien, ultrastrukturelle Analyse sowie Beurteilung der Flagellen-/Zilienmotilität
- Analyse von Multi-Omics-, Bildgebungs- und funktionellen Datensätzen mittels quantitativer und bioinformatischer Methoden zur Untersuchung von Genotyp-Phänotyp-Korrelationen
- Charakterisierung von Proteinzusammensetzung, Ultrastruktur und Motilitätsdefekten axonemaler Strukturen infolge krankheitsassoziierter Mutationen
- Zusammenarbeit mit klinischen Partnern, Core Facilities und interdisziplinären Projektpartnern
- Teilnahme an der Integrierten Forschungs- und Ausbildungsgruppe „Reproduction.MS - PhD-Training Centre in Translational Science“
ANFORDERUNGEN:
- Masterabschluss in Molekularbiologie mit Schwerpunkt Biomedizin
- Interesse an Humangenetik, Reproduktionsmedizin und Zilienbiologie
- Erfahrung in Immunfluoreszenz-Mikroskopie, spezialisierten 3D-Zellkultursystemen, genetischen Analysen, funktioneller Beurteilung der Spermienmotilität und in der Arbeit mit Patientenregistern
- Motivation für wissenschaftliches Arbeiten und Bereitschaft zur Mitarbeit in einem interdisziplinären Team
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift; Deutschkenntnisse sind von Vorteil
WIR BIETEN:
- Praxisnahe Erfahrung in grundlagenwissenschaftlicher sowie translationaler und klinischer Forschung mit direktem Bezug zur Patientenversorgung
- Enge Betreuung und Mentoring in einer national und international vernetzten Forschungsgruppe innerhalb des SFB
- Möglichkeiten zur Präsentation der eigenen Forschung auf nationalen und internationalen Konferenzen
- Ein wettbewerbsfähiges, interdisziplinäres und internationales Forschungsumfeld mit ausgeprägter Kooperationskultur
- Ein strukturiertes Promotionsprogramm mit vielfältigen Angeboten zur wissenschaftlichen und persönlichen Weiterbildung
- Vergütung nach Tarifvertrag, jährliche Sonderzahlung und betriebliche Altersvorsorge (VBL)
- Ein wertschätzendes und respektvolles Arbeitsumfeld in einem diversen Team
BESTE BEDINGUNGEN:
- Spannende Projekte
- Fort- und Weiterbildung
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Teil der Forschungsinnovation
- Weitere Vorteile

Rückfragen an: Dr. Johanna Raidt, Johanna.Raidt(at)ukmuenster.de, T +49 251 83-47093.
Jetzt bewerben über den "Jetzt bewerben"-Button bis zum 18.02.2026 inklusive:
- Motivationsschreiben (max. 2 Seiten)
- Zusammenfassung der Masterarbeit (max. 1 Seite)
- Zeugnisübersicht und gescannte Abschlussurkunden
(*gn=geschlechtsneutral)
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Chancengleichheit ist Bestandteil unserer Personalpolitik. Das UKM unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ist seit 2010 als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden sie im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ebenfalls bevorzugt. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben gemäß Masernschutzgesetz, ist eine Tätigkeit bei uns nur mit vollständigem Impfschutz gegen Masern möglich.
Unser Hinweis an Personaldienstleister:
Das Universitätsklinikum Münster arbeitet bereits mit ausgewählten Personaldienstleistern auf Basis von Rahmenverträgen zusammen. Bitte sehen Sie daher von Initiativangeboten ab. Informationen zu künftigen Ausschreibungsverfahren finden Sie auf der Vergabeplattform NRW.
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