1917, mitten im ersten Weltkrieg, kam Kaplan Joseph Sievert nach Rheine zur St. Dionysius-Gemeinde. Wie sich bald zeigte, erkannte er die Notwendigkeit, auch in Rheine eine „Ordnung der Liebestätigkeit“ zu schaffen.
Diese etwas veraltete Formulierung beschrieb das Vorhaben, verschiedene wohltätige Organisationen aus Rheine in Einklang zu bringen. In Münster hatte er 1916 die Gründung des Caritasverbandes für die Diözese miterlebt und fünf Jahre später, am 8. Juli 1921, in Rheine einen Verein, den er nach damaligem Sprachgebrauch "Katholischer Caritas-Ausschuss zu Rheine e.V." nannte, gegründet - der Vorfahre des "Caritasverbandes Rheine e. V.".