Sympathieträger Bewerbungsfoto

Als Naturwissenschaftler oder Ingenieur können Sie vielleicht Kameras konstruieren, Strahlengänge erklären oder Selbstauslöser programmieren. Für Bewerbungsfotos sind jedoch Aspekte wichtig, die sich nicht immer in allgemeingültige Grundsätze zusammenfassen lassen.

Das liegt einerseits an uneinheitlichen Standards und der Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten, die das Bewerbungsfoto bietet. Andererseits ist entscheidend, welchen Eindruck Sie mit Ihrem Bewerbungsfoto vermitteln möchten. Diesen sollten Sie nach Unternehmen oder Stellenprofil, auf das Sie sich bewerben, anpassen. Als potentielle Führungskraft in einem Industriekonzern ist ein ernsterer oder neutralerer Blick angemessener, als in einem jungen Start-up Unternehmen.

Obwohl ein Bewerbungsfoto seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) kein zwingender Bestandteil einer Bewerbung ist, erwarten Personaler in Deutschland weiterhin Bewerbungen mit Foto. Es kann also noch von Nachteil sein, auf diese Komponente der Bewerbungsunterlagen zu verzichten.

Darüber hinaus kann ein gut getroffenes Bewerbungsfoto von einem professionellen Fotografen für Sie nur von Vorteil sein. Denn es leistet das, wozu Anschreiben und Lebenslauf nicht in der Lage sind: Es transportiert eine positive Ausstrahlung und einen ersten, visuellen und damit persönlichen Eindruck Ihrer Person. Wenn Sie einen kompetenten Fotografen wählen, rückt er Sie mit geschultem Auge ins rechte Licht.

Ein Bewerbungsfoto soll keine künstliche Inszenierung sein, sondern einen authentischen Ausschnitt Ihrer Persönlichkeit einfangen und vermitteln. Ihr Bewerbungsfoto sollte aus diesem Grund nicht älter als ein Jahr sein bzw. bei größeren optischen Veränderungen sollten Sie neue anfertigen lassen.

Mit den folgenden Tipps und Empfehlungen erreichen Sie dieses Ziel ganz einfach.

Qualität des Bewerbungsfotos

Der Termin bei einem professionellen Fotostudio ist unumgänglich. Dies zeigt eine Studie des Berufszentrums Nordrhein-Westfalen, wonach 50 % der Bewerber allein aufgrund eines minderwertigen Fotos bei der weiteren Auswahl nicht berücksichtigt wurden (Quelle: http://www.berufszentrum.de/). Ein Passbildautomat kann nie die Qualität hervorbringen, die sich für ein so wichtiges Dokument, wie eine Bewerbung eignet.

Ebenfalls ungeeignet sind selbst bearbeitete Privataufnahmen sowie Ganzkörperfotos. Schließlich drücken Sie mit einem stimmigen Foto aus, dass Sie Ihre Bewerbungen ernst nehmen und das Unternehmen wertschätzen. Ein Fotograf bietet die Möglichkeit, mit professionellen Equipment das Beste aus Ihnen herauszuholen und Ihre Vorzüge zu betonen.

Oft ist die Bearbeitung der Aufnahmen nach dem Fotoshooting im Preis inbegriffen. Die Preisspanne guter Bewerbungsfotos ist nach oben hin offen. Sie beginnt bei ca. 15 €; qualitativ sehr hochwertige können auch 100 € und mehr kosten. Dafür dürfen Sie jedoch erwarten, dass eine Reihe verschiedener Fotos von Ihnen erstellt wird, von denen Sie mehrere auswählen können – je nach dem auf welche Position Sie sich bewerben möchten.

Rechnen Sie zeitlich mit mindestens 30 Minuten. Wenn Sie eine Serie mit unterschiedlichen Outfits machen, planen Sie eine Stunde und mehr ein. Ein guter Fotograf lässt Sie zwischendurch die Aufnahmen einsehen. Idealerweise können Sie danach bei der Bearbeitung und Auswahl der besten Fotos dabei sein. Verzichten Sie auf übermäßige Retusche. Eine Korrektur kleinerer Makel, wie Hautunebenheiten oder abstehende Haarsträhnen sind im Rahmen.

Lassen Sie sich neben einigen Abzügen für postalische Bewerbungen die Aufnahmen digital geben. So haben Sie die wichtigen digitalen Versionen für Ihre Online-Bewerbungen.

Eine gute Alternative ist unser professioneller kostenfreier Bewerbungsfotoservice auf den jobvector career days (aktuelle Termine auf www.jobvector.com).

Größe/Format des Bewerbungsfotos

Ein Bewerbungsfoto wird klassischerweise als Portrait angefertigt. Bei der klassischen Variante ist Ihr Kopf bis zum Brustbereich sichtbar. Vermeiden Sie Fotos, bei denen die Stirn angeschnitten ist. Ein weißer Rahmen wertet das Bild auf. Machen Sie dabei keine Experimente. Das lässt im schlechtesten Fall vermuten, dass sie von Ihren fachlichen Qualifikationen ablenken möchten.

Ein einheitliches Format gibt es bei Bewerbungsfotos nicht. Mit bewährten Standardformaten– zum Beispiel 4,5 x 6 cm, 5 x 7 cm oder auch 6 x 9 cm – sind Sie jedoch auf der sicheren Seite. Sie orientieren sich am Goldenen Schnitt und wirken daher besonders harmonisch und stimmig. Diese Größen eignen sich für den Lebenslauf im gängigen im DIN A4-Format sehr gut.

Verwenden Sie ein Deckblatt, kann das Fotoformat etwas größer sein. Bei Online-Bewerbungen gilt: Das Foto sollte eine möglichst kleine Dateigröße, aber eine ausreichende Auflösung haben, so dass es auch im Ausdruck nicht unscharf ist. Der Personaler soll Sie schließlich auch auf einem Ausdruck erkennen können. Bewerben Sie sich über Online-Portale, sollte die Bild-Datei die maximal erlaubte Dateigröße beim Hochladen nicht überschreiten.

Fragen Sie am besten Ihren Fotografen. Er kennt sich mit der idealen Auflösung und Größe für die digitale Version Ihres Bewerbungsfotos aus. Drucken Sie auch Ihre digitalen Bewerbungsunterlagen zum Test aus, bevor Sie diese losschicken.

Position

Das Bewerbungsfoto wird standardmäßig oben rechts auf der ersten Seite des Lebenslaufs platziert. Falls Sie mit einem Deckblatt arbeiten, wird das Foto mittig im oberen Drittel oder in der Mitte positioniert. Verwenden Sie bei einer Printbewerbung Klebestifte oder spezielle lösbare Fotoklebestreifen, um es sauber am Blatt zu befestigen. Büroklammern oder gar Heftklammern wirken lieblos, fallen leicht ab und hinterlassen unschöne Einkerbungen.

Vergessen Sie nicht, mit einem wasserfesten Stift, auf der Rückseite des Fotos Ihren Namen und Ihre Telefonnummer zu schreiben. Falls sich das Foto wider Erwarten doch von der Bewerbung löst, können die Personaler Ihr Foto leichter zuordnen.

Farbe

Ob Sie Ihr Foto in Farbe, Schwarzweiß oder in einem etwas wärmeren Sepiafarbton wünschen, ist reine Geschmackssache und bleibt Ihnen überlassen. Farbige Fotos haben den Vorteil mehr Tiefe wiederzugeben. Sie wirken natürlicher und lebendiger. Eine vorteilhafte Beleuchtung ist hierbei sehr wichtig und ein weiterer Grund, einen Profi ans Werk zu lassen.

Auch bei der Kleiderwahl sollten Sie darauf achten, harmonische Farben zu wählen, die Ihren Typ unterstreichen und nicht von Ihrem Gesicht ablenken. Sie sollten gedeckt und nicht grell oder leuchtend sein. Das Gleiche gilt für den Hintergrund. Er sollte als Kontrast bei farbigen Bildern unbedingt im Einklang mit dem Motiv und Ihrer Bewerbung stehen und nicht hervorstechen.

Varianten wie Schwarzweiß oder Sepia sind eleganter. Die Konturen treten mehr in den Vordergrund, weshalb Sie Ihnen mitunter leicht einen harten Zug verleihen können. Lassen Sie beide Versionen von Ihrem Fotografen anfertigen. Falls Sie unentschlossen sind, holen Sie Meinungen aus Ihrem Umfeld ein.

Das Fotoshooting

Sprechen Sie vorab mit dem Fotografen Ihrer Wahl über Ihre Wünsche und Vorstellungen und planen Sie für den Termin mindestens 30 Minuten ein.

Bereiten Sie sich zu Hause vor. Bringen Sie Ihre Frisur in einen guten Zustand oder investieren Sie in einem Frisörtermin. Verzichten Sie auf zuviel Gel, da es auf dem Foto unvorteilhafte Effekte erzeugen kann. Bei langen Haaren wirkt eine zusammengefasste Frisur sehr professionell und bringt das Gesicht zur Geltung. Allerdings sollte sie nicht zu streng sein. Wenn die Haare offen bleiben, sollten sie nicht störend in das Gesichtsfeld fallen.

Allgemein: Für Bewerber, die zu fettiger Haut neigen, empfiehlt sich sogenanntes Löschpapier, das sie in gut sortierten Drogerien finden. So vermeiden Sie auf dem Foto unvorteilhafte Lichtspiegelungen.

Frauen sollten Ihr Make-up dezent und natürlich halten. Betonen Sie Ihr Gesicht ohne es zu sehr zu schminken. Einige gute Fotostudios bieten auch die Leistung eines Stylisten an.

Fotografin

Treffen Sie eine Auswahl an Kleidungsstücken, die sich gut miteinander kombinieren lassen und die Sie auch im Bewerbungsgespräch tragen würden. Für Männer sind Hemd mit Krawatte und Sakko die richtige Wahl. Frauen haben eine größere Auswahl. Blusen kombiniert mit einem Blazer eignen sich sehr gut.

Für Frauen: Wählen Sie höchstens eine dezente Kette oder kleine Ohrringe aus, wie zum Beispiel Stecker. Große Schmuckstücke lenken ab.

Wenn Sie als Brillenträger verschiedene Brillen haben, testen Sie vor dem Fotoshooting, welche Brille Sie tragen möchten, oder bringen Sie verschiedene Brillen mit und schauen Sie sich anschließend die Bilder an, um zu entscheiden, mit welcher Brille Sie auf dem Bewerbungsfoto besser zur Geltung kommen. Das Licht darf sich nicht in den Brillengläsern spiegeln.

Probieren Sie beim Shooting verschiedene Posen im Sitzen und Stehen aus. Lassen Sie sich von Ihrem Fotografen beraten. Er sollte Sie jedoch nie zu Posen überreden, die Sie gekünstelt wirken lassen. Ein leicht gedrehter Oberkörper, der sich ein wenig nach vorne in Richtung des Betrachters neigt, wirkt dynamisch. Der Kopf sollte leicht seitlich gedreht sein, sodass Sie nicht frontal in die Kamera schauen. Dies kann zu forsch und direkt wirken.

Vermeiden Sie bei Bewerbungsfotos für Führungspositionen eine Kameraeinstellung, die zu sehr von oben auf Sie gerichtet ist. Eine Führungskraft sollte sich im wahrsten Sinne zumindest auf Augenhöhe befinden.

Ganz wichtig: Zeigen Sie ein natürliches Lächeln mit geschlossenem oder leicht geöffnetem Mund. Damit wirken Sie immer sympathisch und das Bewerbungsfoto erhält eine positive Ausstrahlung. Falls Ihnen das schwer fällt, denken Sie an etwas Schönes. Wie wäre es mit dem Moment, wenn Sie eine positive Zusage für den künftigen Job bekommen? So erreicht Ihr Lächeln auch Ihre Augen.

Checkliste – Bewerbungsfoto

  • Halte ich Blickkontakt zum Betrachter?
  • Ist der Körper dem Betrachter zugeneigt?
  • Zeige ich ein offenes, natürliches Lächeln?
  • Ist das Gesicht gut ausgeleuchtet und frei zu erkennen?
  • Sitzen die Haare?
  • Ist der Teint matt / sitzt das Make-up?
  • Ist die Kleidung passend zum Job gewählt?
  • Werfen Hemd, Bluse und Jackett keine Falten?
  • Ist der Hintergrund ruhig und neutral?
  • Gefällt Ihnen das Bild?
  • Sind Sie auf dem Bild authentisch getroffen?

Kostenfreie Bewerbungsfotos erhalten Sie auf den jobvector career days

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